Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 16:32

Selbstsicher / Urmenschliches.

Die Weiber machen viel Gekicher.  Der Urmensch ist sich nicht ganz sicher,
ob ihm das Gekicher gilt,  als ihn laut der Häuptling schilt,
der ihm, eher laut als still,  damit etwas sagen will.
Der Urmensch ist noch jung an Jahren  und nicht allzu sehr erfahren
und hat einen Bock geschossen,  denn er traf den Jagdgenossen
ganz gezielt ins Hinterteil,  aus Versehen nur und weil
er eigentlich nur etwas schielte,  als er auf den Springbock zielte,
den alten wilden Ziegenbock.  Die Jagd die führte zu dem Schock,
den der Kumpel, etwas lahm,  samt Pfeil, mit sich nach Hause nahm.
ÜbersJagdglück lässt sich streiten,  auch in urtümlichen Zeiten.

Der Medizinmann muss herbei  und trotz dem ziemlich jähen Schrei
zieht er heftig an dem Pfeil.  Vorher versteckt er dieses Beil,
das der Urmensch bei sich trägt,  damit ihn dieser nicht erschlägt.
Die Wunde muss, trotz viel Beschwerden,  auch noch nachbehandelt werden,
im „Ur o logischen“ Gestalten.  Der Patient tut sich verhalten,
als wenn ihn die Tarantel sticht,  denn ruhig liegen tut er nicht.
Die Wunde muss behandelt sein,  sonst geht vielleicht der Urmensch ein,
was man jedoch vermeiden will.  Der Schamane legt ihn still,
mit einer Droge aus dem Kraut,  bevor er in die Wunde schaut.
Die klafft an dem Hinterteil  und ist lange noch nicht heil.

Der Patient wird nun bewegt  und hierbei auf den Bauch gelegt,
in einem etwas schrägen Winkel.  Etwas Spucke und auch Pinkel'
soll die Wunde keimfrei machen.  Der Schamane holt noch Sachen
die er gut verwenden kann  und vielleicht tut, irgendwann,
im heilprozesslichen Geschehen,  der Urmensch wieder aufrecht stehen.
Sitzen kann er vorerst nicht,  wie der Medizinmann spricht,
unverständlich im Latein,  denn manches will verstanden sein,
in dem urweltlichen Sprechen.  Die Zunge muss man sich zerbrechen,
wenn man die Laute, nicht zu still,  zu verstehen geben will.
Das Verständnis fällt oft schwer.  Wo nimmt man neue Worte her?

Der Medizinmann ist ein Meister,  im Beschwören vieler Geister,
die ihm vielleicht helfen können,  wenn sie das dem Verletzten gönnen
und demselben helfen wollen.  Vielleicht tun sie auch nur grollen.
Der Schamane tut was brummen  und die Weiber tun verstummen,
die sich allmählich Sorgen machen.  Die meisten hört man nicht mehr lachen,
die sich, mindesten bis morgen,  um den beliebten Jäger sorgen.
Der Jäger ist ein wilder Treiber  und es treibt ihn zu viel Weiber,
soweit er viele kennen lernt  und danach sein eigen nennt.
Doch heute muss man sich gedulden.  Der Halbstarke tat das verschulden,
der nicht den  maskulinen Mann  vom Springbock unterscheiden kann.
H. Feisel 



 



von Heinrich Feisel
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Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 16:31

Rathaus / Urmenschliches.

Der stärkste Urmensch wird zum Boss  weil er viel mit Pfeilen schoss
und demzufolge, wie es heißt,  dem entsprechend Mut beweist.
Mit dicken Bizeps an den Armen  kannte er oft kein Erbarmen
mit dem Gesindel drum herum.  Er brachte viele Feinde um
oder tat die unterdrücken  und sich mit vielen Skalpen schmücken.
Der Tod nimmt manchen auf die Schippe  und den Wohlstand mehrt die Sippe,
die dem Häuptling angehört.  Der Reichtum, den man viel beschwört,
ergibt sich aus dem Diebesgut  und der Feind verliert den Mut.
Erst ist der Häuptling viel am rennen,  denn er tut viel Mühe kennen,
seine Sippe anzuführen,  doch bald schon fordert er Gebühren.

Im verordneten Programm  wird die Sippe schnell zum Stamm.
Dem Häuptling ist das angenehm  und er macht es sich bequem,
gewisserweise, ohne Witz,  entsprechend im Regierungssitz.
Vorher tut der Häuptling schwitzen,  doch nun will er lieber sitzen
und selbstgefällig im Bestreben  von oben die Befehle geben.
Heiser wird er in der Kehle,  durch das Schreien der Befehle
und er braucht den Adjutant.  Dann macht er das Gesetz bekannt,
nachdem er sich fest setzen kann  und er besitzt dann, irgendwann,
alles was ihm so gehört.  Weil er nun aufs Sitzen schwört
bewegt er nicht mehr ganz alleine  die inzwischen müden Beine.

Der Häuptling wird nun etwas reich,  doch er gründet noch nicht gleich
das Reich das man regieren kann,  wie man sich wohl denken kann.
Das Reich ergibt sich erst viel später  und jeder Mensch ist ein Verräter
der sich dem Häuptling widersetzt,  weil das sein Diktat verletzt.
Vorerst bleibt der Urzeitboss  nur der Häuptling von dem Tross
der ihm stets zu Diensten steht,  solange wie es irgend geht.
Der Häuptling sitzt auf einem Stein  und Pelze tun das Polster sein,
sonst wäre wohl, in dieser Art,  das Regieren ziemlich hart.
Der Lebensstandard ist noch billig  und die Gefolgschaft noch recht willig,
vielleicht in seinem ganzen Leben,  dem Regierungssitz ergeben.

Es zeigt der Häuptling Selbstvertrauen  und ein Rathaus ist zu bauen,
aus dicken Stämmen im gemeinen,  aber vorerst nicht aus Steinen.
An der Hütte baut ein jeder,  mit Palaver und Gezeter,
bis die Hütte endlich steht,  in die der Häuptling schließlich geht.
In dem Rathaus tun beraten,  bezüglich ihrer Heldentaten,
alle die dem Häuptling dienen,  mit viel Würde in den Mienen.
Es animiert der hohe Rat  zu mancher so genannten Tat,
doch Übeltäter und Verräter  ergeben sich im Staat erst später.
Das Rathaus ist damit erfunden.  Beraten wird, in vielen Stunden,
was die Beratschlagung betrifft,  wo man sich gerne häufig trifft.
H. Feisel 






von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 16:28

Oberhaupt / Urmenschliches.

Der Urmensch ist noch ungepflegt,  als er sich langsam fortbewegt,
noch ohne Räder und Motor.  Es kommt sich dabei wichtig vor
wer sich hauptsächlich wichtig macht.  Wer Häuptling ist der gibt schon acht
dass ihm nicht, in dem Geschehen,  die Weiber all verloren gehen,
denn Weiber werden gern geraubt.  Weil der Häuptling gerne glaubt,
dass er ziemlich wichtig ist,  ist er der, der das beste frisst.
Schmatzend ist er dann indessen  zuallererst sehr schnell am Fressen,
wo er große Stücke reißt  und sich fest darin verbeißt.
Beißen tut er in das Futter.  Es beißt auch oft die Schwiegermutter.
Die Schwiegermutter ist nicht zart,  mit stacheligem Damenbart.

Die Schwiegermutter stichelt gern.  Dem Oberhaupt dem liegt es fern,
sich mit derselben anzulegen,  vor seinem großen Kindersegen.
Die Schwiegermutter sitzt im Sand  und hat noch die Oberhand,
tut der Hauptmann dabei denken.  Seine Schritte tut er lenken,
gezielt zu seiner Vorherrschaft.  Doch das kostet ihn viel Kraft,
weshalb er Energie verbraucht.  Am Lagerfeuer wo es raucht,
gewisserweise, sozusagen,  tut die Schwiegermutter klagen,
wenn es dem Hauptmann nicht gelingt,  dass er fette Beute bringt.
Das Oberhaupt, und das ist richtig,  macht sich gern genügend wichtig,
vor der Gruppe der Genossen  und hat die Vorherrschaft beschlossen.

Das Oberhaupt bringt eine Hippe,  frisch erlegt zu seiner Sippe.
Die will er seiner Sippe schenken.  An die Schwiegermutter denken
tut er auch als er so stöhnt.  Das hat er sich angewöhnt,
das Stöhnen bei ein bisschen Schweiß.  Gern spricht er von seinem Fleiß
und dazu, als Mann der Tat,  gern vor dem Familienrat,
von seinem Kopf der alles lenkt  und für die ganze Sippe denkt.
Häufig kriegt das Oberhaupt,  seiner Würde ganz beraubt,
erfolglos, mit nur leeren Taschen,  aus diesem Grund den Kopf gewaschen.
In der Wildnis, wo es staubt,  wird man öfters auch beraubt.
Das Oberhaupt, im Bandenkrieg,  träumt hin und wieder gern vom Sieg.

Es stiehlt das Oberhaupt im Nu  sich eine neue Frau dazu,
denn die alte wird schon älter  und zunehmend dabei noch kälter.
Die junge Neue ist noch heiß  und betätigt sich mit Fleiß,
zu Diensten von dem Oberhaupt  und ihr ist viel mehr erlaubt,
zurückgezogen, still und leise,  in der intimen Handlungsweise.
Das Oberhaupt sinnt in dem Plan,  im größeren Familienclan,
wie er vielleicht irgendwann  die große Beute machen kann.
Er will keine Zeit verlieren  und beginnt zu simulieren,
in umfangreicher Theorie.  Der Vorgang ähnelt irgendwie
dem Bürokrat in seinem Rat,  vor der praktikablen Tat.
H. Feisel 



von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Saturday, 21. january 2012 6 21 /01 /Jan. /2012 11:54

Familienplanung / Urmenschliches.

Recht ruppig wächst im Lebenslauf  der junge Urmensch derbe auf,
nachdem die Alten, mit Vergnügen,  tierisch ihren Sex verüben.
Der Halbstarke ist sehr betrübt  und noch ziemlich ungeübt,
in dem Umgang mit dem Weib,  beim so genannten Zeitvertreib,
den, entsprechend an den Plätzen,  alle Urmenschcliquen schätzen.
Verzögert kommt er, etwas spät,  mit Mühe in die Pubertät
und damit, in diesem Maße,  dabei in die heiße Phase.
Er ist auf die Weiber heiß  und er simuliert voll Fleiß
wie er vielleicht, irgendwann,  den Ursex praktizieren kann.
Die Aufklärung im Unterricht  kennt er bis dato aber nicht.

Die Alten machen, im Reflex,  bedingungslosen plumpen Sex,
der wie beim wilden Tier begann,  was noch als Porno enden kann,
innerhalb der späten Phase,  bei der Menschheit in Ekstase.
Der junge Urmensch, in viel Frust,  bemüht sich gern, in seiner Lust,
um ein junges wildes Weib,  denn er sucht den Zeitvertreib.
Der Urmensch, in dem Urmenschclan,  macht den Urfamilienplan,
denn, in der sexuellen Lust,  ist er sich, in der Tat, bewusst,
dass er stark ein Weib begehrt.  Vorläufig bleibt ihm verwehrt,
als Jüngling und als Junggeselle,  an der ursprünglichen Stelle,
was er wohl im Sinne hegt  und im Sex zugrunde legt.

Man nimmt ihn vorerst nicht für voll.  Trotzdem ist er liebestoll
auf verschlungen wüsten Wegen  suchend immer viel zugegen,
um in der Mühe, in der großen,  auf ein junges Weib zu stoßen.
Er will sich gern im Sex verbinden.  Ein junges Weiblein muss er finden,
weil er keine Alte mag.  Darum sinnt er jeden Tag,
und er träumt sehr viel bei Nacht,  wie er das erfolgreich macht,
ein junges Weibchen auszumachen.  Die Alte tut darüber lachen.
Der junge Urmensch ist allzeit  noch vital und sprungbereit
und will große Sprünge machen.  Er hantiert mit seinen Sachen,
mit Faustkeil, Keule und dem Speer,  doch ohne Weib fühlt er sich leer.

Er fühlt sich stark dazu getrieben,  auf gut Glück und nach Belieben,
ein junges Weib, zu seinen Zwecken,  in der Sehnsucht zu entdecken.
Im sexuellen Brauch, im Clan,  erfordert der Familienplan
die Innzucht möglichst im Geschehen  nicht in der Planung vorzusehen.
Die Innzucht wäre sehr fatal  und klebt als Makel alle mal
an der Sippe der Gestalten,  im sexuellen Fehlverhalten.
Ein junges Weib das wär wohl gut,  denn das sorgt für frisches Blut.
Man muss nur feste daran glauben  und irgendwo so eine rauben.
Vorher muss man im Geschehen  irgend eine Neue sehen.
Verhütung war, in diesem Schema,  mangels Möglichkeit das Thema.
H. Feisel 


von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Saturday, 21. january 2012 6 21 /01 /Jan. /2012 11:52

Der warme Urmensch.

Es ist der Urmensch, mit den Jahren,  allmählich etwas mehr erfahren
und er erfindet dann das Rad.  Gern nimmt er ein warmes Bad,
sofern das schon zu machen geht, wo ein warmer Sud besteht,
am Geysir an einer Stelle,  als Therme bei der warmen Quelle.
Tief im Winter und beim Frost  braucht er eine warme Kost,
denn sein Fraß ist hart gefroren.  So wird die Idee geboren,
einstimmig nach dem Beraten,  das harte Fleisch sei weich zu braten,
über einem heißen Feuer.  Die heiße Glut beim Abenteuer
ist erst im Frühjahr neu erwacht,  wenn es die Sonne wärmer macht
und die Mitglieder der Sippe  schlachten feiernd eine Hippe.

Ein Stammesmitglied, voller Charme,  geht mit der Mode und ist warm,
weshalb er sich auch warm bekleidet  und, wenn es geht, ein Weib vermeidet.
Es wird der Häuptling ziemlich barsch  und nennt ihn einen warmen Arsch,
wenn der sich unsittlich und still  dem Häuptling einmal nähern will.
Der Häuptling, in zentraler Mitte,  hält nichts von der neuen Sitte,
in der man selten Kinder zeugt.  Darum bleibt er ungebeugt,
bei seiner Meinung im Geschehen,  beim Sex da müsse das entstehen,
was zum steten Nachwuchs führt,  wie es der Natur gebührt,
sonst stirbt die Sippe einmal aus.  Wer das nicht will der fliegt hinaus,
aus der Sippschaft, in der Sitte,  ungeachtet seiner Bitte.

Wer in der Kälte gerne kuschelt  und dabei sehr künstlich nuschelt,
der wird mitunter gerne warm.  Der Häuptling droht ihm mit dem Arm
und erhebt den Zeigefinger  und betätigt sich als Ringer,
indem er dieses Mitglied zwingt,  wodurch die Absicht nicht gelingt,
in dieser Weise, im Begehren,  den Sinn verfälschend, zu verkehren.
Der Urmensch hält sich in dem Schwarm  seiner Sippe besser warm.
Die ist mitunter, wenn sie lärmt,  zur Stammesfehde ausgeschwärmt
und das hitzige Gemüt  ist ein Heißsporn im Geblüt,
weshalb man diesen, vor der Schlacht,  schon vorsorglich zum Häuptling macht,
der zornig und in jäher Wut  am allerbesten kämpfen tut.

Hinter dem Häuptling seinem Rücken  will sich der warme Arsch verdrücken,
denn der hält nichts von der Schlacht,  weil er manches lieber macht;
und schlachten will er sich nicht lassen,  von denen die ihn doch nur hassen.
Ein weicher Schwächling wird nicht alt,  denn man macht ihn leichter kalt.
Hartgesotten ist der Sieger.  Der Häuptling ist ein kalter Krieger,
und er will sich nicht erbarmen,  angesichts des etwas warmen
Weichlings innerhalb der Sippe.  Der springt dem Tod noch von der Schippe
und hat per Fersengeld gegeben.  Es handelt sich ja um sein Leben.
Auch der Warme wird bald kalt,  denn jeder Urmensch wird schnell alt,
in der Umwelt dieser rauen,  mit und ohne Selbstvertrauen.
H.Feisel 




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  • Blog von Heinrich Feisel
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  • Schreiberling Überzeugt Nicht Profitsüchtig
  • Da es für einen unbekannten Möchte-Gern-Autor, ohne finanzielle Risiken, unmöglich ist im Buchmarkt einzusteigen, im Gegensatz zur leicht zu vermarktenden Prominenz, versuche ich mein Bestes auf diesen Wegen zu geben, uneigennützig gewisser weise

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