Urmensch

Monday, 19. april 2010 1 19 /04 /Apr. /2010 08:54

Urlicht / Urmenschliches.

 

Der Urmensch blickt im Lebenslauf

manchmal zu dem Himmel auf,

wo er manche Lichter sieht.

Wenn die Sonne sich verzieht,

dann wird es jeweils immer Nacht.

Nun gibt er auf die Lichter acht

die am schwarzen Himmel glänzen

und der Mond tut die ergänzen,

damit er möglichst noch was sieht,

wenn was in der Nacht geschieht.

Mutig ist der Urmenschmann,

weil immer was geschehen kann,

das er bei Dunkelheit schlecht sieht,

weil er auch nicht gerne flieht,

über Stock und über Stein,

denn dann bricht er leicht ein Bein.

 

Er muss sich dabei eingestehen,

manches Tier kann besser sehen,

das in der Dunkelheit vielleicht

dicht heran ans Lager schleicht

und, wenn es passt, den Menschen greift

und dann in die Büsche schleift.

Darum braucht er, aus der Sicht,

nach Möglichkeit noch etwas Licht,

damit ihm eine Chance bleibt,

dass er so ein Tier vertreibt,

im Verein mit seiner Sippe.

Man stößt oft auf ein Gerippe,

nicht immer bloß von einem Tier.

Auch urmenschliche Wesen hier,

werden leicht dabei gefressen.

Das darf der Urmensch nie vergessen.

 

Als Beute dient er lieber nicht.

Darum braucht er nachts das Licht,

das ihm jedoch nicht immer scheint

. Er hat wohl zu Recht gemeint,

das Feuer müsste ihm wohl nützen.

Das kann ihn vor viel Unheil schützen,

das ihm in der Gegend droht,

denn die Natur ist oft verroht,

im Naturgesetz auf Erden,

beim Fressen und Gefressen werden.

Der Urmensch hat, oft in der Nacht,

viel darüber nachgedacht,

wie er mehr Sicherheit gewinnt,

während ihm die Zeit zerrinnt.

Er will nicht noch mehr Zeit verdösen

und das Problem das will er lösen.

 

Das Denken kostet ihn viel Kraft,

wie er sich das Licht beschafft,

vielleicht mit Hilfe von dem Feuer.

Das nützt ihm bei dem Abenteuer,

in der Welt, in dem Bestreben,

irgendwie zu überleben,

wie er im Gedanken meint,

weil es nachts am Lager scheint,

als ob das Tier das Feuer meidet.

Damit er nicht mehr angstvoll leidet,

in der tiefen dunklen Nacht,

hat er das Feuer angebracht,

von irgend einem nahen Brand,

in dem oft verkohlten Land.

Er bläst am Funken von dem Scheit

und das brennt nach kurzer Zeit.

 

Er sieht in dem Experiment,

dass das Feuer hilfreich brennt,

wenn er das, als kluger Mann,

besser kontrollieren kann

und er hat in der Nacht dazu

endlich vor dem Untier Ruh.

Der Versuch lässt sich begründen.

Das Feuer muss er nur noch zünden

und wie das zu zünden geht,

wie der Zündfunke neu entsteht,

das muss er irgendwann entdecken

und sein Denken muss bezwecken,

dass irgendwann, vielleicht ganz prompt,

die Idee zum Zündeln kommt.

Dann hat der Urmensch, in der Sicht,

Ruhe, Sicherheit und Licht.

H. Feisel

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Sunday, 11. april 2010 7 11 /04 /Apr. /2010 09:21

 

Urlaub?

 

Unter dem Urlaub an den Bäumen 

tut der Urmensch einstmals träumen,

in der Urzeit als er lebt

und irgendwie nach vorwärts strebt,

insgesamt in seinem Leben,

seinem Horizont entgegen.

Er will, vereint mit Seinesgleichen,

den fernen Horizont erreichen,

irgendwann einmal vielleicht,

obwohl der ständig vor ihm weicht.

Im Urlaub kann er sich verstecken,

dann kann ihn keiner leicht entdecken.

Der Urmensch leidet auf der Flucht

an dem Untier seiner Sucht,

das in der Fresssucht nichts verschmäht

und auch zu dem Urmensch späht.

Der Urmensch will nicht gern verrecken.

Im Urlaub kann er sich verstecken,

mitunter auch vor seinem Boss.

Er klammert sich ans Wurfgeschoss.

 

Das ist so etwas wie die Lanze.

Damit geht er oft aufs Ganze

und sein Kumpel ebenso.

Erheblich ist das Risiko

und an mancherlei von Plätzen

nur sehr schwierig einzuschätzen,

wo ihm die Gefährdung droht.

Manches Urtier ist verroht

und geht aus diesem Grunde, drum,

nicht zimperlich mit solchen um,

die sich hinter seinem Rücken

in dem Dickicht still verdrücken.

Der Urmensch der ist, ohne Frage,

nicht immer dazu in der Lage

im Alltag etwas zu erreichen.

Am Arbeitstag muss er viel schleichen

und sein Job ist in der Art

ziemlich mühsam und sehr hart.

Mühselig geht es im Nu

immer wieder heftig zu.

 

Der Urmensch, als ein Mann vom Fache,

geht häufig im Beruf zur Sache,

wenn er das Urvieh jagen soll

und nicht selten, unter Groll,

Gejagter von dem Untier ist,

das ihn, zum Trotz von seiner List,

im erzürnten Übermut,

in die Büsche jagen tut.

Die Wildnis ruft, der Magen knurrt,

und auch das Weib am Feuer murrt,

und der Urmensch ist berufen,

hinter Klauen, Tatzen, Hufen

mit Anstrengung, in diesem Zeichen,

heimlich hinterher zu schleichen.

Die Selbstbedienung ist kein Raub.

Er tarnt den Kopf mit grünem Laub

und schleicht sich, so gut er kann,

mit Erfolg so dann und wann,

dem entsprechend in die Nähe

und verscheucht vielleicht die Krähe.

 

Wenn die Krähe lauthals krächzt

und der Urmensch schwitzend ächzt,

wenn ihm wieder einmal prompt

ein Stück Fleisch abhanden kommt,

dann führt dieser Schicksalsschlag

zum erneuten Arbeitstag,

bis ihm noch etwas gelingt,

wenn er etwas heimwärts bringt.

Abgekämpft kommt er nach Hause

und dann macht er eine Pause,

auf irgend einer Art von Matten

unterm Urlaub in dem Schatten.

Das Urlaub an dem dichten Baum

spendet Schatten in dem Raum

wo der Urmensch dösend still

sich einmal erholen will,

nach der im Stress geplagten Mühe,

manchmal schon in aller Frühe.

Der Urmensch tut somit bekennen

die Faulheit kann er „Urlaub“ nennen.

H. Feisel

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Sunday, 4. april 2010 7 04 /04 /Apr. /2010 14:48

 

Ur-Kult.

Den Knochen den der Forscher fand, hielt schon der Urmensch in der Hand,

der hat den Ur-Urmenschenknochen schon betrachtet und berochen.

Er hat den Knochen wohl gefunden,  in einer Höhle, sehr weit unten,

in die er immer tiefer strebte,  wo er im Winter überlebte,

was schon der ferne Ahne tat,  im gleichen Sinn, im gleichen Rat,

bevor ein Urmensch, irgendwann,  kraftlos nicht mehr klettern kann.


Das Schicksal ist sehr schnell entschieden.  Die Grotte hat das Grab zu bieten.

Die Urmenschsippe schreitet fort,  wer bleiben muss der endet dort.Ein Knochen, der sich wieder fand,  irgendwann, versteckt im Sand,

neben einem Keil aus Stein, scheint darum nicht normal zu sein,

zumal der Knochen, das wird klar, noch bei der letzten Zeichnung war,

die sich an der Felsenwand gegenüber schräg befand.

Der Urmensch kroch auf allen Vieren, zeichnete an seinen Tieren,

die Beutejagd die er vollbrachte, die ihm sein Leben möglich machte.

Er zeichnete auch Menschenleiber, vor allem gerne pralle Weiber,

bevor er, ohne sein Gebiss, in den sauren Apfel biss,

als Grabbeigabe in der Tat, an dem er schwer zu beißen hat.

Die Henkermahlzeit, wie man weiß, die hat auch stets ihren Preis.

Der alte Knochen davon bleibt, der das Drama noch beschreibt.

Der wird als Heiligtum vermehrt schon vom Urmenschen verehrt.

Der Knochen wird recht gut verstaut und alltäglich angeschaut.

Der alte Knochen soll sich laben an so genannten Opfergaben

und bringt dafür im Gegenzug statt Sicherheit den Selbstbetrug,

den kannte man auch früher schon, im Urkult dieser Tradition.

Der Knochen baumelt in dem Wind, zeigt nach Nord und Süd geschwind

und dreht sich rege auf dem Posten mal nach Westen, mal nach Osten.

Der Urmensch hat sich ausgebreitet, weil er nach Nord und Süden schreitet,

schreitet nach Osten und am besten, dabei auch in Richtung Westen.

Das Knochenspiel wird weltbekannt und als Orakel umbenannt, das die Menschen Schein - Bar kennen, die wild durcheinander rennen.

Der Ur - Kult wird zu der Kult - Ur, das Schein - Bare zum Bar - Schein pur.

Die Ur-Menschen in der Natur erfinden ihre Menschen - Uhr,

die den Menschen ständig treibt und immer nur am Ticken bleibt;

und der Zeiger der Sekunden dreht wie besessen seine Runden.

Die Se-Kunde, die vergeht, zeigt dass Seh-Kunde auch besteht.

Der Mensch der wirklich logisch sieht, hat erkundet was geschieht.

H. Feisel

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Wednesday, 24. march 2010 3 24 /03 /März /2010 09:37

Urig.

 

Urig war der Urmensch immer

und er hatte keinen Schimmer

in seinem Hunger, in der Not,

von Wurst und Butter und vom Brot,

als er mühsam, lebenslang

den gröbsten Fraß hinunter schlang,

den er auf dem kargenLand

in irgend einer Weise fand.

Mühsam hat er sich ernährt,

solang es mit dem Leben währt,

solang er sich am leben hielt.

Wenn er mit dem Gedanken spielt,

wie er sich wohl irgendwann

sein Dasein selbst erleichtern kann,

dann fällt ihm dazu allgemein

zunächst nur allzu wenig ein.

 

Die Karriere war ihm fremd.

Er gab noch nicht sein letztes Hemd,

weil er bei seinem rohen Fraß

auch noch längst kein Hemd besaß.

Das heißt der Urmensch war noch nackt

und noch nicht modern verpackt,

vermisste dabei in der Pose

nicht einmal die Unterhose.

Er lief umher mit nackten Beinen.

Einen Hut trug er noch keinen.

Schuhe hat er nicht gekannt

und barfuß ist er fortgerannt,

wenn er schleunigst auf der Flucht

vor irgend was das Weite sucht,

vielleicht auch nur im Zeitvertreib

vor seinem angestammten Weib.

 

Mühsam und mit vielen Schritten,

läuft er urig und inmitten

seiner Sippe und am Ort

immer wieder langsam fort.

Sein Fortschritt ist noch stark gehemmt,

seine Laute arg verklemmt

und seine Sprache, die schlecht geht,

die eigentlich kein Mensch versteht,

nur ein einziges Dilemma.

Das Urmenschweib hieß noch nicht Emma,

glich noch nicht im großen ganzen

den aufgeklärteren Emanzen,

wusste, nackt und ohne Kleidung,

auch sehr wenig von der Scheidung.

Die Scheidung, wenn sie sich ergab,

erfolgte dabei erst am Grab.

 

Die Erbschaft fiel sehr dürftig aus.

Kein Kapital, kein großes Haus,

war im Testament beschrieben.

Der Grundbesitz ist nur geblieben,

als die Wildnis an der Stätte,

die heute keiner gerne hätte.

Urig war das ganze Leben,

urig aller Spaß daneben,

urtümlich in dem Reflex,

als der grobe, rohe Sex,

den der Urmensch ungeniert

öffentlich so praktiziert,

weil es halt so üblich war,

wie heute bei dem Pornostar,

der sich offiziell erneut

in plumper Weise auch nicht scheut.

 

Doch sei dem Urmensch unterstellt,

in seiner einstmals groben Welt,

dass er, das scheint ziemlich klar,

in der Art noch nicht käuflich war,

als er in dem Paarungsakt,

noch nicht nach den Scheinen packt.

H. Feisel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Sunday, 14. march 2010 7 14 /03 /März /2010 09:41

Urgewalt.

 

Der Urmensch ist, so gut er kann,

die Urgewalt von einem Mann.

Verliert er seine Leidenschaft,

dann sucht er in dem Fetisch Kraft.

Den hat er nicht mal selbst gemacht,

jedoch als Findling mitgebracht,

von einem Ausflug, schon vor Wochen,

als großen Dinosaurierknochen.

 

Er hatte hierbei sozusagen

an diesem Prachtstück schwer zu tragen

und kann sich keinen Reim drauf machen.

Das Riesenexemplar von Rachen,

war das womit der Saurier kaute,

bevor er seine Kost verdaute,

die er früher lebenslang

durch seinen Schlund hinunter schlang.

 

Der Urmensch ist, wie es so geht,

von dem was er nicht ganz versteht,

sichtlich erstaunt und überrascht,

obwohl ihn kein Saurier erhascht

und hat das Prachtstück mit viel Kraft

bis an seinen Bau geschafft.

Den bewahrt er wie ein Schatz

danach an seinem Ehrenplatz.

 

Dort steht der Knochen, groß und breit

und übersteht noch lange Zeit,

viele Generationen

in urmenschlichen Traditionen.

Der Rachen mit geheimer Kraft,

hat ihm Sicherheit verschafft,

in Stammesfehden, in der Krise,

denn Abschreckung ist die Devise.

 

Der Feind der hat ihn respektiert,

im Aberglauben sich blamiert

und sich nicht näher ran getraut.

Und keiner hat dem Ding getraut,

das sich vor der Höhle fand,

als Eingang zur Verfügung stand,

als weit geöffnet großer Rachen,

von dem urweltlichen Drachen.

 

Der Urmensch traut sich ganz allein

in den dunklen Schlund hinein.

Mit Kind und Kegel und dem Weibe

hat er eine feste Bleibe.

Die Urmenschen die raunen alle

der Rachen sei die Menschenfalle,

die aus der Nähe Unglück bringt

und den Urmenschen verschlingt.

 

Aus dem Grund ist man auf der Hut

und unser Urmensch lebt recht gut,

mitten in dem dunklen Schlund

und ist lange kerngesund,

kann sich vor Kopfjäger bewahren,

denn die meiden die Gefahren,

die ihnen von dem Rachen drohen

und sind von diesem Ort geflohen.

 

Die taten sich sehr ängstlich ducken;

- der Rachen konnte Feuer spucken.

Der Urmensch hat sich ausgedacht,

wie man von selber Feuer macht

und war in Wilden nun inmitten

sichtbar weiter fortgeschritten

und bastelt schon an neuen Waffen

um sich den Respekt zu schaffen.

 

H. Feisel

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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