Wednesday, 15. september 2010 3 15 /09 /Sept. /2010 11:03

 

 

6. Der Urmensch I seine Verbreitung.

 

Der Lebensraum war noch nicht knapp. Der Urmensch wandert und macht schlapp; lässt sich beim wandern immer wieder, irgendwo auf Erden nieder. Stößt Sommertags nach Norden vor, wo er im Winter fast erfror. Tat sich im Norden arg verlaufen und tat sich seine Haare raufen.

Es taten sich die schwarzen Helden, an dem Klima leicht erkälten. Sie taten frösteln, frieren, zittern; und ohne dicken Pelz verbittern. Im tiefsten Winter war es Grass, da war der schwarze Urmensch blass; und seine Haut wurde sogleich, im Lauf der Jahre ziemlich bleich.

 

Am Anfang in dem heißen Land, hat ihn die Sonne schwarz gebrannt. Daraus entstanden immer reger, Mohren als so genannte Neger. Nördlich bekamen dann die Mohren, im Winter nicht nur kalte Ohren. Manche bekamen kalte Füße; bestellten ein paar letzte Grüße und zogen wieder in den Süden und taten in Sonne brüten. Daraus, man höre und man staune, wurden Gelbe, Rote, Braune. Die Urmenschen sind ganz verwirrt, häufig hin und her geirrt. Die mussten ohne Kompass. gehen, konnten keine Karte sehen; und es lässt sich hierbei denken, nur die Sonne tat sie lenken.

 

Doch war der Himmel lang bedeckt, hat sich die Sonne auch versteckt. In dem Fall war man ahnungslos und der Irrtum war sehr groß. Man hat sich hierbei arg verrannt und hat sich nicht mehr ausgekannt. So kam's, dass sie sich gut verteilten, als sie sich beim wandern eilten. So kam's auch, dass sie sich nicht kannten, als sie sich später wieder fanden. So kam's, dass später viele Rassen, sich als Konkurrenten hassen. Nördlich blieben all die Bleichen und wollten nicht der Kälte weichen. Die gingen aus dem Grunde drum, beizeiten mit dem Feuer um. Die Weißen saßen um das Feuer und suchten dort das Abenteuer.

 

Die bewahrten kühlen Kopf, nahmen Gelegenheit beim Schopf, ließen's Tier nicht ungeschoren, denn die Wolle wärmt die Ohren. Die zeigten sich im neusten Charme und wurden mittels Tierfell warm.

 

Heinrich Feisel

 

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Saturday, 17. july 2010 6 17 /07 /Juli /2010 19:54

 

 

5. Der Urmensch I er erfindet den Ur - Kult oder die Kult - Ur.


Es war der Urmensch alt - betagt,

seIten geduldet, oft gejagt.

Irgendwann war ihm das Spiel

zu guter letzt dann doch zu viel.

Er besann sich aufs Gehirn,

hinter seiner flachen Stirn.

Der Urmensch sprach: "Ein Mann, ein Wort,"

und erfand die Sprache dort.

Er sprach verwegen lange Weile,

von nun an auch von seinem Heile.

Er kämpfte nun mit Haken - Ösen,

um sich vom Unheil zu erlösen.

Mit seinem Kopf da tat er denken

und alle seine Schritte lenken.

Auch hat er mit dem Kopf entdeckt,

was so alles in ihm steckt.

Im letzten Stadium lernt er sprechen,

um sich die Zunge zu zerbrechen.


Er grunzt und schnalzt mit seiner Zunge

und arbeitet mit seiner Lunge.

Beschwert er sich, dann tut er murren.

Das äußert er mit lautem Knurren.

Ist er zufrieden, tut er summen

und unentschlossen tut er brummen.

Beginnt den Lernprozess mit "A",

wenn Erfahrung ihm geschah.

Bei Überraschung spricht er "0",

und am Ende "Sowieso!"

Wenn er sich ekelt, spricht er "I',

doch Silben spricht er anfangs nie.

Er beginnt darauf zu malen

und mit dem Tauschobjekt zu zahlen.

Sein erstes Wort, ganz nebenbei,

ist vielleicht das Wörtchen "Ei."

Hat sein Urweibchen ausgewählt

und dafür Eier abgezählt.


Aus einem ursprünglichen Ei,

wurden dahingegen "Zw-Ei",

Die Einzahl ist das Wörtchen "Ei-ns";

und nichts ist weiter nichts als "K-Ei-ns."

Aus der Verbindung "Eins" und "Zwei",

wurde schließlich Nummer "Dr-Ei,"

Er tat auch bald zu Wohlstand finden,

tat karges Dasein überwinden,

tat nicht mehr allzu früh verwelken

und bald schon an dem Euter melken.

Er lebt schon bald, bequem im Stil

und sorgt für seine Kinder viel.

Tat damals noch kein Boden pflügen.

Hat sehr viel Freiheit fürs Vergnügen,

vergnügte sich in dem Bestreben,

sehr viel Nachwuchs zu erleben.


von Heinrich Feisel

 

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Tuesday, 8. june 2010 2 08 /06 /Juni /2010 10:25


 

4. Der Urmensch I der fortschreitende und erfinderische.

 

Er schlich am Anfang im Geschehen,

im Dschungel auf sehr leisen Zehen.

Und während Affen wütend kreischen,

tat er wie eine Schlange schleichen,

hielt sich in dem Gebüsch versteckt

und war vom Blätterwerk verdeckt.

War ohne Rückgrat im Geschehen

und konnte wenig aufrecht gehen.

Tat sich beim Laufen ängstlich ducken

und tat sehr oft zusammen zucken;

tat sich wie die Schlange winden

und im Staub des Bodens schinden.

Doch von der Schlange lernt er bald,

die Hinterlist im Hinterhalt;

benutzt das Gift vom Schlangenzahn

und spitzt seine Pfeile an.

Er legt sich damit auf die Dauer,

wie die Schlange auf die Lauer.

 

Behalf sich auch im allgemeinen

mit Stangen, Knüppeln und mit Steinen.

In auswegloser Not da lieh

er sich im Kopf die Phantasie.

Sein Gehirn war zwar noch schmächtig,

doch seine Logik wuchs beträchtig.

Je mehr er solche Logik fand,

je größer wurde sein Verstand.

Und um so mehr, auf Schritt und Tritt,

wuchs sein Kleinhirn eifrig mit.

Der Kopf, der so gepriesen sei,

den hat das Wesen nun dabei.

Was der Mensch im Geist befand,

verhilft ihm bald zur Oberhand.

r beginnt den Kopf zu loben

und liegt im Kampf nun meistens oben.

Der Überlebenskampf gelingt,

was Strategie und Taktik bringt.

Das Gehirn, das war ein Segen.

Trickreich tat sich dieses regen,

sich im Einfall neu gestalten

und den "Menschen" mit entfalten.

 

Die tiefen Falten an der Stirn,

wurden geglättet mittels Hirn.

Nachdem der Mensch, wie es geschah,

zunächst nur leichte Beute war,

nur Vegetarier und sehr mager,

mühsam ernährt und meistens hager,

bleibt es nicht bei dem Kostverächter,

wird er zum Jäger und zum Schlächter.

Bald tut der Urmensch nicht mehr klagen,

sondern gefürchtet, Tiere jagen.

Das Tier erfährt in diesem Stil,

Urmensch im neuen Rollenspiel.

Der Urmensch, der einst hilflos zappelt,

hat sich im Geiste aufgerappelt,

hat sich gerade aufgerichtet

und seine Dominanz gesichtet.

 

von Heinrich Feisel

 

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Sunday, 30. may 2010 7 30 /05 /Mai /2010 10:59


 

3. Der Urmensch

(Gewohnheit und Sexualverhalten in der Ur - Menschensippe).

 

Der Urmensch hat bald überall,

erblich bedingten Haarausfall.

Sei es dass er die Haare raufte,

oder Pelz als Luxus kaufte;

sei's dass die Sonne ihn verbrannte,

wenn er keinen Schatten kannte.

Er hat den Tierpelz sich geliehen,

wodurch die Tiere vor ihm fliehen.

Der Urmensch, als das Meisterstück,

brachte keinen Pelz zurück,

weshalb die Tierwelt, die beraubte,

ans eigne Wohl nicht lange glaubte.

Er bringt die Viecher nun auf Trab

und zieht dem Vieh die Felle ab.

Er wickelt sich in deren Felle

und überlebt dank Feuerstelle;

schmückt sich mit Zähnen und mit Knochen

und hat sich mit dem Wolf berochen.

Und mit dem Wolf schließt er den Bund

und macht den Wolf zu seinem Hund.

Die können nun bezüglich Magen,

gemeinsam miteinander jagen.

 

Er hantiert mit Speer und Keulen

und tut mit den Wölfen heulen.

Der Urmensch spricht mit vollem Mund,

zu seinem Bello, seinem Hund.

Er ist um seinen Hund besorgt

und hat das Tier nicht gern verborgt.

Tut lieber altes Weib verschenken

und dabei an die Neue denken.

Ein neues Weib ist schnell geraubt,

vom urmenschlichen Oberhaupt

und genau so schnell gezähmt;

in Rückenlage wie gelähmt.

Doch ein zahmer Wolf ist selten.

Der kann fette Beute melden.

Auch ist der Urmensch bald ein Treiber.

Er jagt und sammelt viele Weiber,

ist während er den Sex bestreitet,

insofern wenig zart besaitet.

Er macht kein langes Federlesen

und zärtlich ist er nie gewesen.

 

Weiber kriegt er viel zu fassen,

die müssen alle Federn lassen.

Die treibt er vor sich in die Enge,

die ähneln nach dem Handgemenge,

tief geknickt am Boden nun,

meistens dem gerupften Huhn.

Für Zärtlichkeit ist in der Tat,

ein Urmensch viel zu rabiat

und ist in dem Spiel allgemein,

nicht sensibel und nicht fein.

Der Urmensch folgt in Sex und Liebe,

dem urtümlichsten aller Triebe.

Der Urmensch hat nie lang gefackelt,

wenn eine mit dem Hintern wackelt.

Er stürzte sich aufs Lustobjekt

und hat viel Frust damit bezweckt.

Er hüpfte, wo es sich empfohl,

spontan und aufs Geratewohl.

Der wahllos wilde Kindersegen,

tat die Gemüter kaum erregen.

Der Durchblick tat sich schnell verlieren.

Man tat sie kaum einmal sortieren.

Man tat auch über viel Alüren,

nicht ansatzweise Bücher führen.

 

Auch biss er sich mit seinem Weibe,

im Unterschlupf, in ihrer Bleibe.

Sein altes Weib blieb unter Zwängen

und ließ sich ungern dort verdrängen,

tat häufig knurren und laut kreischen

und tat keinen Zollbreit weichen.

Die Alte lag ihm schwer im Magen,

die ließ sich nur sehr schwer ertragen.

Die Junge, die er lieber hat,

die ist er noch lang nicht satt.

Die Alte ist nur schwer verdaulich,

die Junge aber mehr erbaulich.

Die Alte protestiert sehr laut,

gegen seine neue Braut.

Doch der Protest, der häufig stört,

wird wenn möglich überhört.

Der Urmensch an der Feuerstelle,

kriecht mit der Jungen unters Felle.

Zog sich das Fell über die Ohren,

hat in der Weise nicht gefroren.

Die Alte, hofft er, wird sehr bald,

ganz von selber steif und kalt.

 

Der Urmensch fraß auch Seinesgleichen,

doch nicht die alten Weiberleichen.

Der Feind von fremden Menschensippen,

war delikat bis auf die Rippen,

war Festtagsschmaus und als Menü,

Hauptbestandteil in der Brüh.

Ein junger Urmensch tat stets schmecken.

Der Menschenfresser tat sich lecken.

Ein alter Feind hat zäh gerochen

und bestand aus Haut und Knochen.

Den fraß man ohne Futterneid,

als Schmalkost in der Fastenzeit.

Der Wolfshund hat dabei die Knochen,

lang beschnuppert und berochen.

So hat der Urmensch auch indessen,

im wesentlichen ausgefressen,

was ihm die Natur einbrockte,

solange er am Boden hockte.

 

 

Heinrich Feisel

 

 

 

 

 

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Sunday, 16. may 2010 7 16 /05 /Mai /2010 13:54

 

 

 

 

Der Urmensch.

 

2. Beschreibung des Urmenschen in seinen Ei-gen-schafften (was Ei und Gen schafften).

 

Der Urmensch ging im allgemeinen,

auf kurzen und sehr krummen Beinen

und hatte anfangs im Geschehen,

recht viel Mühe mit dem Gehen.

Der Urmensch brauchte nie Perücken,

war dicht behaart auf Brust und Rücken.

Sah aus wie Teufel, "Gott vergelts,"

mit langem und sehr dichtem Pelz.

War ohne Kleidung noch nicht nackt,

war im Pelzkleid sehr intakt.

Der Urmensch, lässt sich noch erwähnen,

mahlt wie ein Rindvieh mit den Zähnen.

Schob in sein Maul, mit großen Tatzen

und war am Würgen und am Schmatzen.

Er tat in große Stücke reißen

und große Brocken davon beißen.

Der Urmensch mit der Löwenmähne

hat ein mächtiges Gebiss.

Doch hat er keine dritten Zähne

und am Kauwerkzeug Verschliss.

 

Die Zähne taten all verschleißen,

durch das viele Knochen beißen.

Die Krallen blieben ungestutzt.

Das Fell war selten mal geputzt.

Die Zähne tat man, wie bei Wutzen,

leider ganz und gar nicht putzen.

Das Wasser tat der Urmensch meiden,

tat wasserscheu darunter leiden.

Wenn alter Urmensch nicht mehr kaut,

dann hat er meistens abgebaut.

Dann tat er seinen Geist aufgeben,

angesichts vom tristen Leben.

Dann holt er in der dunklen Gruft

ein letztes Mal noch ganz tief Luft.

Der Urmensch tappelt unverhohlen,

ohne Schuh und ohne Sohlen,

lief unter Fußgeruch undSchweiß, 

sich seine großen Füße heiß;

hatte schon im alten Brauch,

Platt- und Spreizfuß häufig auch.

 

Das Langhaar war schon zu der Zeit,

die liebe werte Weiblichkeit.

Die hatten stets die längsten Mähnen

und hatten Haare auf den Zähnen.

Die Weiber hatten schlimme Tatzen

und taten kreischen, fauchen, kratzen.

Die ließen sich kaum unterkriegen,

sich kaum zähmen, kaum besiegen,

außer in der Paarungszeit.

Im heißen Pelz war sie bereit,

unterwürfig und von Willen;

und ließ sich ihr Bedürfnis stillen.

 

Heinrich Feisel (1990)

 

 

 

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