Samstag, 14. februar 2009 6 14 /02 /2009 09:01

Aggregat.


Die Urzeit ist schon lang zerronnen. Der Fortschritt der hat einst begonnen

und der Urmensch nahm ein Bad und erfand als Mensch das Rad,

das ihm, dieses wurde klar, im Fortschritt eine Hilfe war.

Er musste nicht mehr mühsam schreitet und ließ sich von dem Rad begleiten,

auf dem er dann das Fahren lernte, als er sich mobil entfernte,

von seiner Zuflucht, seinem Heim, so erzählt es dieser Reim.

Der Urmensch hat noch sehr gestunken und hat beim Wasser abgewunken,

das sollte keinen überraschen, denn Affen tun sich auch nicht waschen.


Mit Feuer konnte er sich schützen und Speer und Keule tat er nützen,

doch Wasser kam ihm auf den Wegen meistens sicher ungelegen.

Er hielt nicht viel von einem Bad und wusste nichts von einem Rad.

Das Stinken hat ihn nicht geniert und der Fortschritt hat stagniert.

Der Feind der rückt ihm auf die Pelle und er trat lange auf der Stelle.

Dann ist er sicher unbestritten plötzlich schneller fortgeschritten,

als der Urmensch der Natur, zu dem Menschen der Kultur

und das schafft er mit dem Rad. Zudem nimmt er nun sein Bad.


Daher hat er in dem Maße schließlich eine feine Nase,

weil das Weib und auch der Mann den alten Muff nicht riechen kann.

Mit dem Rad an seinem Ort schreitet dieser Mensch nun fort,

ohne dass er, so der Schluss, auf den Beinen schreiten muss.

Er sitzt ganz stolz im Ochsenkarren, bewegt sich und kann doch verharren

und er bewegt sich mit der Zeit vielmehr in Bequemlichkeit.

Nur die Ochsen treibt er dort vor sich ziehend weiter fort,

oder Esel sozusagen Vorwärts treibend vor dem Wagen.


Er lässt sich ziehen von den Tieren. Im Sitzen kann er simulieren

und er hat weiter überlegt, als er sich so fort bewegt

und tut am Mechanismus sinnen, denn er will noch mehr Zeit gewinnen.

Er bastelt danach, in der Tat, bald am ersten Apparat

und konzentriert, mit ernster Miene, schließlich auch an der Maschine.

Das Rad läuft danach viel rasanter und er ist dadurch viel gewandter

als im Umgang mit dem Vieh, das störrisch war und bockt und schrie.

Dann kommt es, in dem klugen Rat, mehr und mehr zum Aggregat.


Das Aggregat das schreitet dort zum Mechanismus weiter fort,

was manchmal schon gigantisch ist und der Mensch wird zum Statist

und spielt schon längst nicht mehr die volle-, sondern nur die Nebenrolle.

Die Tiere taten einst die vielen Nebenrollen früher spielen

und waren, das ist wohl bekannt, beim frühen Fortschritt vorgespannt,

vor den Karren, zu dem Zweck und zogen den von seinem Fleck.

Nun ist der Mensch, fasst wie gebannt, bei dem Fortschritt eingespannt,

in die Karriere, die geschieht, weil er den Fortschritt nach sich zieht.


Mancher muss sich in dem Wühlen daher wie ein Esel fühlen!“ H. Feisel





von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Mensch
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Sonntag, 8. februar 2009 7 08 /02 /2009 11:59

Urmenschen.


Der Urmensch bückt sich und geht krumm und ist am Anfang noch recht dumm

und sein Weib ist keine Zarte. Er kaut und kaut an mancher Schwarte,

beißt sich durch und nagt an Wurzeln und Früchten die von Bäumen purzeln.

Er ernährt sich schlecht und recht und das weibliche Geschlecht,

muss noch nicht am Kochtopf stehen und noch keinen Löffel drehen.

Das Urmenschweib steht seinen Mann, so weit und so gut wie sie kann

und tut dabei, so gesehen, auf die Manneskraft bestehen,

wenn der sich quält und hüpft und springt, bis der Lohn der Müh gelingt.


Der Nachwuchs schreitet an dem Ort immer wieder langsam fort

und wird mühsam miternährt. Es wird gut was lange währt,

wie man sichtlich sehen kann. Die Sippe wächst von Mann zu Mann

und manches Weibchen wird bald eitel und hantiert an ihrem Scheitel

und streicht die Haare vom Gesicht, wenn sie stammelnd Laute spricht

und bemüht sich schon beizeiten sexy weiter fort zu schreiten.

Sie tut sich in den Hüften wiegen und dadurch laufend Kinder kriegen,

denn sie wackelt ebenso mit dem urweiblichen Po.


Den Po hat man noch nicht versteckt, der war noch nicht vom Tuch bedeckt

und die Freikörperkultur hatte den Beginn im Ur.

Die Proportionen dieser Zeit, der urweltlichen Weiblichkeit,

in den idealen Maßen, welche Weiber einst besaßen,

waren breit und ausgedehnt und noch nicht in der Form ersehnt,

wie man die Maße heut begehrt und in dem Verhältnis ehrt,

von Oberweite, Taille, Hüfte. Auch kannte man noch keine Düfte

und Parfüm und Deorant, waren ziemlich unbekannt.


Dessous die waren völlig fremd. Krawatten auch und auch das Hemd,

hat der Urmensch sozusagen nicht in seiner Welt getragen.

Den Sex den hat man ungeniert nach Belieben praktiziert,

doch es war in diesem Schema die Verhütung längst kein Thema.

Bevölkert war das Land der Wahl nicht in der immensen Zahl,

man war noch nicht derart gesonnen. Den Überlebenskampf gewonnen,

hat wer, von Weibern animiert, ständig Kinder produziert

und man verdrängt den großen Frust durch ständig immer neue Lust.


Bei Menschen die sich lustvoll lieben ist jedoch der Frust geblieben.

Nach ein paar tristen Ehejahren fühlt sich mancher überfahren.

In der Gewohnheit von dem Sex wird manches Pärchen ganz relax.

H. Feisel





von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Sonntag, 1. februar 2009 7 01 /02 /2009 17:00


6. Der Urmensch I seine Verbreitung.


Der Lebensraum war noch nicht knapp. Der Urmensch wandert und macht schlapp; lässt sich beim wandern immer wieder, irgendwo auf Erden nieder. Stößt Sommertags nach Norden vor, wo er im Winter fast erfror. Tat sich im Norden arg verlaufen und tat sich seine Haare raufen.

Es taten sich die schwarzen Helden, an dem Klima leicht erkälten. Sie taten frösteln, frieren, zittern; und ohne dicken Pelz verbittern. Im tiefsten Winter war es Grass, da war der schwarze Urmensch blass; und seine Haut wurde sogleich, im Lauf der Jahre ziemlich bleich.


Am Anfang in dem heißen Land, hat ihn die Sonne schwarz gebrannt. Daraus entstanden immer reger, Mohren als so genannte Neger. Nördlich bekamen dann die Mohren, im Winter nicht nur kalte Ohren. Manche bekamen kalte Füße; bestellten ein paar letzte Grüße und zogen wieder in den Süden und taten in Sonne brüten. Daraus, man höre und man staune, wurden Gelbe, Rote, Braune. Die Urmenschen sind ganz verwirrt, häufig hin und her geirrt. Die mussten ohne Kompass. gehen, konnten keine Karte sehen; und es lässt sich hierbei denken, nur die Sonne tat sie lenken.


Doch war der Himmel lang bedeckt, hat sich die Sonne auch versteckt. In dem Fall war man ahnungslos und der Irrtum war sehr groß. Man hat sich hierbei arg verrannt und hat sich nicht mehr ausgekannt. So kam's, dass sie sich gut verteilten, als sie sich beim wandern eilten. So kam's auch, dass sie sich nicht kannten, als sie sich später wieder fanden. So kam's, dass später viele Rassen, sich als Konkurrenten hassen. Nördlich blieben all die Bleichen und wollten nicht der Kälte weichen. Die gingen aus dem Grunde drum, beizeiten mit dem Feuer um. Die Weißen saßen um das Feuer und suchten dort das Abenteuer.


Die bewahrten kühlen Kopf, nahmen Gelegenheit beim Schopf, ließen's Tier nicht ungeschoren, denn die Wolle wärmt die Ohren. Die zeigten sich im neusten Charme und wurden mittels Tierfell warm.


Heinrich Feisel


von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Samstag, 24. januar 2009 6 24 /01 /2009 15:42


5. Der Urmensch I er erfindet den Ur - Kult oder die Kult - Ur.


Es war der Urmensch alt - betagt, seIten geduldet, oft gejagt. Irgendwann war ihm das Spiel zu guter letzt dann doch zu viel. Er besann sich aufs Gehirn, hinter seiner flachen Stirn. Der Urmensch sprach: "Ein Mann, ein Wort," und erfand die Sprache dort. Er sprach verwegen lange Weile, von nun an auch von seinem Heile. Er kämpfte nun mit Haken - Ösen, um sich vom Unheil zu erlösen. Mit seinem Kopf da tat er denken und alle seine Schritte lenken. Auch hat er mit dem Kopf entdeckt, was so alles in ihm steckt. Im letzten Stadium lernt er sprechen, um sich die Zunge zu zerbrechen.


Er grunzt und schnalzt mit seiner Zunge und arbeitet mit seiner Lunge. Beschwert er sich, dann tut er murren. Das äußert er mit lautem Knurren. Ist er zufrieden, tut er summen und unentschlossen tut er brummen. Beginnt den Lernprozess mit "A", wenn Erfahrung ihm geschah. Bei Überraschung spricht er "0", und am Ende "Sowieso!" Wenn er sich ekelt, spricht er "I', doch Silben spricht er anfangs nie. Er beginnt darauf zu malen und mit dem Tauschobjekt zu zahlen. Sein erstes Wort, ganz nebenbei, ist vielleicht das Wörtchen "Ei." Hat sein Urweibchen ausgewählt und dafür Eier abgezählt.


Aus einem ursprünglichen Ei, wurden dahingegen "Zw-Ei", Die Einzahl ist das Wörtchen "Ei-ns"; und nichts ist weiter nichts als "K-Ei-ns." Aus der Verbindung "Eins" und "Zwei", wurde schließlich Nummer "Dr-Ei," Er tat auch bald zu Wohlstand finden, tat karges Dasein überwinden, tat nicht mehr allzu früh verwelken und bald schon an dem Euter melken. Er lebt schon bald, bequem im Stil und sorgt für seine Kinder viel. Tat damals noch kein Boden pflügen. Hat sehr viel Freiheit fürs Vergnügen, vergnügte sich in dem Bestreben, sehr viel Nachwuchs zu erleben.


von Heinrich Feisel


von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Freitag, 16. januar 2009 5 16 /01 /2009 17:10


4. Der Urmensch I der fortschreitende und erfinderische.


Er schlich am Anfang im Geschehen, im Dschungel auf sehr leisen Zehen. Und während Affen wütend kreischen, tat er wie eine Schlange schleichen, hielt sich in dem Gebüsch versteckt und war vom Blätterwerk verdeckt. War ohne Rückgrat im Geschehen und konnte wenig aufrecht gehen. Tat sich beim Laufen ängstlich ducken und tat sehr oft zusammen zucken; tat sich wie die Schlange winden und im Staub des Bodens schinden. Doch von der Schlange lernt er bald, die Hinterlist im Hinterhalt; benutzt das Gift vom Schlangenzahn und spitzt seine Pfeile an. Er legt sich damit auf die Dauer, wie die Schlange auf die Lauer.


Behalf sich auch im allgemeinen mit Stangen, Knüppeln und mit Steinen. In auswegloser Not da lieh er sich im Kopf die Phantasie. Sein Gehirn war zwar noch schmächtig, doch seine Logik wuchs beträchtig. Je mehr er solche Logik fand, je größer wurde sein Verstand. Und um so mehr, auf Schritt und Tritt, wuchs sein Kleinhirn eifrig mit. Der Kopf, der so gepriesen sei, den hat das Wesen nun dabei. Was der Mensch im Geist befand, verhilft ihm bald zur Oberhand. Er beginnt den Kopf zu loben und liegt im Kampf nun meistens oben. Der Überlebenskampf gelingt, was Strategie und Taktik bringt. Das Gehirn, das war ein Segen. Trickreich tat sich dieses regen, sich im Einfall neu gestalten und den "Menschen" mit entfalten.

 

Die tiefen Falten an der Stirn, wurden geglättet mittels Hirn. Nachdem der Mensch, wie es geschah, zunächst nur leichte Beute war, nur Vegetarier und sehr mager, mühsam ernährt und meistens hager, bleibt es nicht bei dem Kostverächter, wird er zum Jäger und zum Schlächter.

Bald tut der Urmensch nicht mehr klagen, sondern gefürchtet, Tiere jagen. Das Tier erfährt in diesem Stil, Urmensch im neuen Rollenspiel. Der Urmensch, der einst hilflos zappelt, hat sich im Geiste aufgerappelt, hat sich gerade aufgerichtet und seine Dominanz gesichtet.


von Heinrich Feisel

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von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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