Urmensch

Saturday, 18. june 2011 6 18 /06 /Juni /2011 12:38

 

Woll Lust.

 

Der Urmensch sieht, soweit er kann, als ein wolllüstiger Mann,

manches Weibchen das er will und sein Trieb ist auch nicht still,

immer wieder viel zu wollen, was die Weiber machen sollen.

Viele Kinder, die dann kommen, hat er dankbar angenommen,

weil sie der Gemeinschaft nützen und die starke Sippe stützen.

Der Urmensch hungert und hat Frust, bedingt durch seine Fleischeslust,

denn er hat viel Lust auf Fleisch und sein Weib macht viel Gekreisch.

Kreischen tun die Weiber dann, wenn man schlecht ernährt sein kann.

Auch angesichts der Kinderschar wird im Pflichtbewusstsein klar,

dass das Fleisch, zu dem Genuss, immer wieder da sein muss.

 

Es geht der Urmensch auf die Pirsch und vielleicht bringt er den Hirsch,

von dem man sich ernähren kann. Gestanden, als ein ganzer Mann,

macht der Urmensch was er will und sein Jagdtrieb ist nicht still,

wenn er seine Beute jagt. Ist er alt und sehr betagt,

dann ist der Urmensch arg verbittert, wenn er, sehr viel frierend, zittert.

Der Alte will, zu diesem Zwecke, dicke Wolle als die Decke.

Wer tut schon gerne frieren wollen? Die sich um ihn kümmern sollen,

dereinst selbst von ihm gezeugt, wo er sich nun krümmt und beugt,

die haben häufig viel zu tun. Was nützt ihm all der Nachwuchs nun,

der sich um ihn mühen sollte, doch nicht das will was er wollte.

 

Der Nachwuchs müht sich aber schlicht um den Alten häufig nicht,

denn sie spricht, in aller Frühe, von sich selbst und all der Mühe,

die das Leben ihnen macht. Wer will gibt auf den Alten acht

und wickelt ihn ganz allgemein in die dicke Wolle ein.

Wer will kann in der Urwelt wollen, was alle irgend einmal sollen,

sich nämlich voller Wolllust regen, denn das schafft reichen Kindersegen.

Die frisch erzeugten Urmenschkinder frieren dabei auch nicht minder,

ohne eine dicke Wolle. Der Urmensch greift noch nicht ins volle

gut gefüllte Warenlager und die Schnäppchen sind noch mager.

Soweit er denn ein Schnäppchen macht, hat er die Beute angebracht.

 

Die hat hoffentlich viel Wolle. Im Winter neigt der Mensch zum Grolle,

wenn er bibbernd frieren muss. Den Lebensmittelüberschuss

kennt man auch noch lange nicht und Wollen muss man immer schlicht,

was ein mancher heut nicht will. Der Magen knurrt und ist nicht still,

wenn die Sippe ziemlich hungernd wartend in der Grotte lungernd,

auf den guten Jäger hofft. Bleibt der aus, dann ist es oft

vor Hunger nicht mehr auszuhalten. Wer achtet da noch auf den Alten,

der ein guter Jäger war? Erfolgreich, das wird dabei klar,

sind, bei mangelnder Erfahrung, trotz viel Wollens, in Bewahrung

althergebrachter Traditionen, nicht jene die sich selber schonen.

H. Feisel

 

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Saturday, 21. may 2011 6 21 /05 /Mai /2011 17:46

 

Winden – Erfinden.

 

Ist der Urmensch erst geboren, dann hat er auch zum Teil gefroren;

und dann hat er auch erhitzt manches mal dabei geschwitzt,

in dem urweltlichen Streben, lebendig weiter fortzuleben,

im so genannten Lebenslauf. Danach nimmt er viel in Kauf,

denn er muss sich sozusagen weiter durch das Leben schlagen.

Windeln sind dem Urmensch fremd und die Hose und das Hemd

hat der Urmensch nicht gekannt, denn er ist anfangs nackt gerannt,

zum Zwecke seines Überlebens. Nicht immer ist es ganz vergebens,

wenn er sich zu dem Weibchen beugt, denn manchmal wird ein Kind gezeugt.

Soll die Fortpflanzung gelingen, muss die Paarung etwas bringen.

 

Der Urmenschsäugling muss sich winden und sich an die Mutter binden,

im Erfinden und Ertasten, seinem Elternteil zu Lasten,

das den Säugling, bis zum Schluss, lange mit sich schleppen muss.

Das ist mitunter, das ist wahr, bei viel Angst, in viel Gefahr,

der erste Überlebenstest und die Mutter ist gestresst.

So wächst der Urmensch, im Verlauf, in allerlei von Ängsten auf.

Zum Zwecke seines Überlebens sind die Ängste nicht vergebens,

denn die Angst hat ihn belehrt, indem sie immer wieder kehrt,

er bräuchte selber den Entschluss, dass er was erfinden muss,

damit die Angst, die oft besteht, irgendwie zu zähmen geht.

 

Das versucht er in viel Stunden. Er hat viel Ängste überwunden

und schließlich fühlt er hinterher seine Ängste gar nicht mehr,

denn er hat sich daran gewöhnt und ist mit der Gefahr versöhnt.

Er nimmt das Leben wie es ist, als er seine Angst vergisst

sich entsprechend klarzumachen, in Verbindung mit viel Sachen,

die ihn allzu oft bedrängen. Doch tut er noch am Leben hängen.

Er nimmt die Angst nicht mehr für voll und findet die Gefahren toll,

denen er, mehr laut als still, im Kriegsgeschrei begegnen will.

Daraus entsteht der große Krieger, als ein Held und als ein Sieger,

der immer wieder, ganz erneut, jede Niederlage scheut.

 

Er schlägt gerne, immer wieder, alle seine Gegner nieder,

denn es bedrohen viele Feinde die urzeitliche Urgemeinde.

Denen muss der Kriegsheld wehren. Die Weiber tun sie auch begehren,

nebst der Beute, in viel Sachen, die sie allzu gerne machen.

Darum tut er das Beil erfinden, damit sich die vor Schmerzen winden,

denn er muss ja sozusagen denen auf die Köpfe schlagen.

Der Feind der imitiert das sehr. Darum erfindet er den Speer,

denn dadurch bleibt der Gegner ganz zunächst einmal auf der Distanz.

Frühzeitig zur Ruh gesetzt, ist der Krieger tief verletzt

und er muss sich überwinden, um im Tod sein Glück zu finden.

H. Feisel

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Saturday, 9. april 2011 6 09 /04 /Apr. /2011 11:06

 

Winden im Befinden.

 

Wer muss die Ängste nieder kämpfen, manchmal auch in Schmerz und Krämpfen,

ohne Rücksicht auf Verlust, in dem urzeitlichen Frust?

Das kann nur, mit sich allein, der Urmensch in der Urzeit sein,

der lieber in Begleitung wär. Ihm hilft kein Staat, kein Militär,

und auch keine Polizei. Ein Priester ist noch nicht dabei

und kein Psychiater der ihn quält. Die Nerven hat er selbst gestählt,

in unzähligen Selbstversuchen und manchmal lernt er schon das Fluchen.

Die Angst tut er von selber finden. Dazu muss er sich überwinden,

denn er muss ja allgemein stärker als die Ängste sein,

die ihn laufend stark bedrängen und schwer auf seinen Schultern hängen.

 

Manchmal ist er flink und rege. Er malträtiert die Atemwege,

wenn er ziemlich ausgepumpt, halb zerfetzt und fast zerlumpt,

vielleicht sehr schnell ums Leben rennt, wenn er einen Fluchtweg kennt.

Wenn er mit Panik, im Affekt, nicht viel Heldentum bezweckt

und nur noch viel am rennen bleibt, wo es ihn zum Fluchtweg treibt,

hat er, zerknirscht und arg zerschunden, wenn möglich ein Versteck gefunden.

Er muss sich häufig überwinden, um die Strategie zu finden,

in der er, vielleicht irgendwann, besser überleben kann.

Dazu braucht er die Selbsterfahrung, hoffentlich in der Bewahrung,

seines noch sehr kurzen Lebens, sonst wär die Strategie vergebens.

 

Die Erfahrung muss er suchen, oftmals unter lautem Fluchen,

damit in das, was er erfährt, solange die Erfahrung währt,

seine Strategie einfließt, die er in sich selbst erschließt,

aus allerlei Gedankengängen, die ihn ab und zu bedrängen.

So dreht der Urmensch seine Runden und er hat sich überwunden,

in mancher nicht sehr leichten Übung, bei auch allerhand Betrübung,

in relativer Überwindung, innerhalb der Selbst – Erfindung

Der Urmensch hat dabei entdeckt, dass die Erfindung in ihm steckt

und er hat, in vielen Stunden, sein Ego in sich selbst gefunden.

Sein Ego muss er erst entdecken. Das tut sich in der Angst verstecken.

 

Das war im Ursprung nicht sehr groß, sondern schwach und nackend bloß

nur ein ganz abstraktes Ding, an dem er trotzdem nervlich hing,

in allen seinen Heldentaten, wie am dünnen seidnen Faden.

Die Nerven kommen ihm abhanden, hat er sich oft eingestanden.

Er tut dem Nervenbündel gleichen. Um starke Nerven zu erreichen,

zum Zwecke seiner Sicherheit, in der urtümlichen Zeit,

muss er vielleicht noch mehr bezwecken und die Strategie entdecken,

die hoffentlich in seiner List irgendwie zu finden ist.

Er muss sich immer wieder winden, zum Zwecke von dem Wohlbefinden,

das er braucht in seinem Streben, um irgendwann in Ruh zu leben.

H. Feisel

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Monday, 7. march 2011 1 07 /03 /März /2011 14:41

 

Wellness / Urmenschliches.

 

Es tappt der Urmensch in das Moor. Die Packung Moor steht ihm bevor

und er tut ein Moorbad nehmen, gewisserweise in den Schemen

der Wellness die der Urmensch kennt. Die Kosmetik die man nennt,

ist dem Urweib anzuraten, denn der Urmann neigt zu Taten

und entdeckt dann starke Wünsche, wenn sein Weib mit dicker Tünche

die Falten gut verbergen kann. Das Moorbad nimmt sehr oft der Mann,

der in der Wildnis, an der Stätte, die Potenz gern wieder hätte.

Mitunter geht der Urmensch baden. Es kann die Lehmkur keinem schaden

und erst recht nicht, aus der Sicht, einem weiblichen Gesicht.

Die Bräune kann der Lehm erreichen, mit dem Ton kann sie sich bleichen.

 

Sie kriegt einen Packen Lehm. Der Busen ist ihr noch genehm,

ohne Packen Silikon, doch oben ohne läuft man schon

in der Umwelt durch die Gegend, mitunter einen Mann erregend.

Die schwarze Urfrau setzt ein Zeichen und tut sich vornehm lieber bleichen.

Die weiße Urfrau ist gern braun und meint dass dann die Männer schaun.

Alle Schwarzen und die Hellen, suchen Fitness in den Wellen

und die Wellness ist erfunden. Der Kosmetik fest verbunden

fühlt sich schon das Urzeitweib, im so genannten Zeitvertreib

die Männerblicke zu erhaschen. Sie schleppt schon kleine Ledertaschen

voll Utensilien mit sich rum und geht gekonnt mit Männern um.

 

Es ist die Wellness angesagt, weil der Häuptling laut beklagt,

dass der Alterungsprozess, nach den Jahren nun indes,

zu dem Verschleiß des Menschen führt. Der Wellness hat es nun gebührt

sich, angesichts von dicken Bäuchen, darüber hinweg zu täuschen

dass der Mensch nicht ewig lebt, wenn er nach Wohlbefinden strebt.

Doch tut das Wohlbefinden gut und der Urmensch schöpft den Mut,

der in der Wellness fortbesteht, solange wie es eben geht.

Man kleidet sich in Pelz und Fellen und nackend geht man in die Wellen,

sonst läuft der Pelz, ganz allgemein, mitsamt den Fellen langsam ein.

Das dient der Freikörperkultur. Mit Pelz verkleidet man sich nur.

 

Man wird in den Wellen nass. Die Bräune im Gesicht wird blass,

jedenfalls bei all den Bleichen die Bräune mit viel Lehm erreichen.

Die Wellness dient den müden Knochen, hat der Häuptling auch gesprochen,

der seine morschen Knochen pflegt und dabei zugrunde legt,

er könne in der Art mit Erden vielleicht noch einmal jünger werden,

wenn er auf die jungen schaut. Die jungen sind noch gut gebaut

und das sieht er mit Entzücken. Es dient die Wellness seinem Rücken,

der von schweren Jahren zeugt, denn der Alte geht gebeugt.

Die Wellness dient in der Gestaltung wo möglich auch der Körperhaltung.

Der Alte nimmt, so gut er kann, vor Weibern seine Haltung an.

H. Feisel

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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Wednesday, 9. february 2011 3 09 /02 /Feb. /2011 22:34

 

Urzeichen.

 

Der Urmensch jagt mit viel Beschwerde nach dem Wildschwein auf der Erde.

Das Urmenschweibchen schärft die Krallen und tut auf die Kniee fallen,

buddelt fleißig in dem Boden um viel Knollen auszuroden,

kann auch sehr erfolgreich sein, ohne jedes Trüffelschwein,

weil der Mann das Schwein erlegt, wenn er sich in Jagdtrieb regt.

Die Bestandteile vom Schwein schmecken zu den Knollen fein.

 

Der Wolfshund der ist kerngesund und gut genährt in diesem Bund,

was der Urmenschmann als Boss in sehr viel Sympathie genoss.

Der Hund knurrt lauter sozusagen wie ein hungrig leerer Magen,

wenn ein Feind im Hinterhalt, versteckt im dichten Blätterwald,

vor dem Wolfshund auf der Flucht, am besten schnell das Weite sucht.

Darum hat der Boss beschlossen, er macht den Kampfhund zum Genossen.

 

Dem Wolfshund kommt das sehr entgegen. Er tut sich mit dem Boss bewegen,

verrichtet pflichtbewusst den Job und verjagt so manchen Mob.

Sein Auskommen das er so hat spornt ihn an zu mancher Tat,

solang der Boss sehr lobend spricht. Wenn er ein falsches Teil erwischt,

von der Verwandtschaft in der Sippe, nach Möglichkeit die alte Hippe,

für die ist dann das Leben aus, dann macht man auch kein Drama draus.

 

Die hätte nicht mehr lang gelebt, war ohnehin danach bestrebt,

mit vielen Schmerzen in dem Rücken, sich, wenn möglich, nicht zu bücken.

Der Wolfshund war der Übeltäter. Nach dem Knochen gräbt man später,

den man, tief versteckt im Sand, als ein Fundus wieder fand.

Der Knochen ist schon wie verätzt, den man auf sein Alter schätzt.

Das alte Urmenschweib ist alt, seit zig-tausend Jahren kalt.

 

Damals war es wohl von Nöten den Klotz am Bein sehr schnell zu töten,

folgert dabei der Bericht, der vom Urzeitzeichen spricht.

Die Rente reicht bald nicht mehr aus. War man dieser Zeit voraus,

in dem rationalen Denken, denn man hat nichts zu verschenken.

Man musste sich wohl alle Zeiten schon damals um die Beute streiten,

wodurch viel Beißerei entsteht, soweit das im Gebiss noch geht.

 

Die Alte wird leicht weggebissen. Die tut kein Urmensch mehr vermissen.

Beim Beißen ist der Leitmensch munter und zahnlos geht die Alte unter.

Das junge Weibchen ist von Nutzen; die Alte kann der Wolf verputzen.

Die Wissenschaft zieht ihren Schluss. Ob es die Alten geben muss,

das wird heftig diskutiert. Der junge Mensch hat applaudiert

und war sich dabei nicht bewusst, - im Alter folgt derselbe Frust.

 

H. Feisel

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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