Thursday, 1. january 2009 4 01 /01 /Jan. /2009 15:00

1. Der Urmensch (der unterdrückte und noch rückständige).


Auf der alten Erde hier, gab's unter all dem Urgetier, von all den Tieren ausgelesen, ein ganz sonderbares Wesen. Der Urzweibeiner, der noch kroch, war zunächst sehr hilflos noch; war auch zunächst noch leichte Beute, was die Beutejäger freute. Doch richtet sich im Lebenslauf, das Wesen von dem Boden auf. Sein Schicksal war zum Haare raufen. Es tat sich allzu oft verlaufen; der Fluchtweg blieb ihm oft verwehrt, es war als Beute sehr begehrt. Am Fluchtort war es, an der Stelle, im laufen leider gar nicht schnelle. - War auch im klettern, wie man weiß, nicht wie die Affen, voller Fleiß und konnt'' sich, darauf kann man wetten, auch nicht durch große Sprünge retten. Dem Ur - Urmenschen, ums Verrecken, blieb nur die Chance im Verstecken.

 

Auch Hörner hat er nicht gekannt. Er wurde sehr leicht überrannt. Die Hörner setzt er im Verlauf, sich später als Germane auf, womit er damals, wies geschah, erst wenig fortgeschritten war. In ursprünglich verzwickter Zeit, hat er auch kein Stachelkleid; und kein Panzer und kein Schild, als ihm die Attacke gilt. Tat man ihn kräftig attackieren, tat er den Daseinskampf verlieren. Anfangs saß er recht ungesund, noch arg gebeugt am tiefen Grund und war verwandt mit vielen Affen; doch tat das Klettern nicht so schaffen. Er war mit Affen zwar verwandt, jedoch als träg und faul bekannt. Auch hängt der Urmensch bei der Rast nicht gut geschützt an einem Ast. Und große Hektik, die entsteht, bekanntlich wenn's ums Leben geht.

 

Das bringt den Urmensch immerzu, in seiner Faulheit um die Ruh. Er blieb der Faulheit lange treu und war zudem sehr wasserscheu. Benutzte Wasser nur zum Trinken und tat dementsprechend stinken. Er war zu faul um sich zu baden, auch viel zu faul für große Taten. Im tiefen Dschungel taten Affen misstrauisch auf den Menschen gaffen, ließen im Konkurrenzkampf immerzu, dem Bodenhocker keine Ruh. Das tat dem Bodenhocker stinken und er tat im Anseh'n sinken, wodurch er auf die Affen flucht und eine neue Bleibe sucht. In manche Grotte flüchtet er, versehentlich zum Höhlenbär, was das Untier übel nahm, wenn es in seine Höhle kam, zum Winterschlaf, zu diesem Zweck, mit einem dicken Winterspeck.

 

Geteiltes Bett war dem zu dumm. Der Höhlenbär nahm das zu krumm; und er zerriss an solchen Plätzen die Urmenschpelze arg in Fetzen. So taten sich die Höhlenbären zunächst noch sehr erfolgreich wehren. Es kam neben dem Höhlenbär, ihm auch das Mammut in die Quer. Das Mammut mit dem Riesenzahn, zertrampelte den Urmenschclan und trieb dieselben kreuz und quer, wenn's rot sah, lange vor sich her. Man war den Tieren, die sich regen, zunächst ziemlich unterlegen, war nicht so flink und so behände, mit Ausdauer sehr schnell am Ende. Man konnt'' sich unter all den Tieren zunächst gar nicht profilieren. Man war hilflos, steif in Flucht, verkroch sich in der Felsenschlucht, hatte miteinander Krach, war ohne Werkzeug viel zu schwach.


Und das Leben war erbärmlich und ohne Fortschritt viel zu ärmlich. Man war in Wildnis, an der Stätte, lange schwächstes Glied der Kette. Darum half dann in der Stirn ihnen langsam das Gehirn. Mit dem Gehirn kam das Geschick und mancher raffinierte Trick.


Hch. Feisel (1990)




von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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