Sunday, 15. march 2009 7 15 /03 /März /2009 09:09

Die Zahl.


Der Urmensch hat, solang er schleicht, solange er den Tieren gleicht,

noch lange nicht bis Drei gezählt, wenn er seinen Schleichweg wählt.

Dem Urmenschen bleibt keine Wahl. Er weiß noch nichts von einer Zahl.

Die Ahnen die am Boden schlichen und einer leichten Beute glichen,

haben noch nicht nachgedacht und ihm wenig beigebracht.

Bis Drei kann er noch längst nicht zählen. Er muss seinen Fortschritt wählen

und er schreitet im Geschehen weiter fort auf seinen Zehen.

Der Urmensch ist ein Eierdieb und Vogeleier sind ihm lieb,

von Gänsen, Enten und dem Reiher. Am liebsten sind ihm Straußeneier;

denn eines reicht für seine Sippe und er muss auf keine Klippe.


Das Straußenei in seiner Hand, ist die Ei’ n - Zahl die er fand,

als er überrascht und schlicht “Ei’ ns als simpler Zähler spricht.

Man hat sehr gern vom Ei genascht. Ist man doppelt überrascht,

dann spricht der Urmensch nun von “Zw-Ei”. Er stammelt freudig “Ei, ei, ei”

und so erfährt er auch dabei von der Zahl als Nummer “Dr-Ei”.

Bald spricht er auf Erden hier nach der Drei von Nummer “Vier”.

Zum Ei “Fünf” und “Sechs” und “Sieben”, fühlt sich der Urmensch hin getrieben.

Das sechste Ei steigt ihm zu Kopf. Er grault dem Weibchen in dem Schopf

und nähert sich dem langen Haar, weil ihm so zumute war,

intensiver manche Zeit, nach der holden Weiblichkeit.


Kinder zählt er im Reflex vier und fünf, bedingt durch Sex

und er ist auch nach Belieben angelangt bei Sechs und Sieben.

In anfangs geistiger Umnachtung gewinnt er langsam die Beachtung

und er gibt bei Tag und Nacht auf vieles in der Umwelt acht.

Während er den Fortschritt wählt hat er logisch “Acht” gezählt

und alles Neue tut ihn freuen. Dabei tut er sich nicht scheuen,

bei allem was das Herz erneut immer wieder neu erfreut,

in der Zahl als “Neu’ n” zu sprechen. Der Fortschritt tut ins Auge stechen,

von der Kinderzahl begleitet, als der Urmensch fortan schreitet,

sichtlich vorwärts in dem Gehen und mit Hilfe seiner Zehen.


Er gelangt bei dem Gescheh’n zählend zu der Nummer Zehn,

weil offen sichtlich, wie es scheint, er die Zeh’ n im Fortschritt meint.

Der Urmensch schreitet an dem Ort auf zehn Zehen weiter fort,

hat, während er sich fort entfernt, das Zählen bis zur Zehn gelernt.

Danach wird der Mensch gescheiter und er zählt an den Fingern weiter,

was er heute auch noch gut besonders als ein Kleinkind tut.

H. Feisel


 







von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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