Sonntag, 29. märz 2009 7 29 /03 /2009 09:18

Herbstlich.


Friert der Urmensch an dem Hintern, dann muss er wieder überwintern.

Wenn die Sonne sich versteckt hat sich der Urmensch zugedeckt,

mit Klamotten aus dem Fell. Die Sonne scheint dann nicht mehr hell,

im Sommer ist es viel gelinder. Im Herbst da scheint die Sonne minder.

Wenn die Sonne tiefer steht und wenn der Sommer langsam geht,

dann zieht der Herbstwind übers Land. Der Urmensch, in dem Unterstand,

anders als beim Sonnenschein, kleidet sich mit Fellen ein

und tut an seinem Feuer pusten, denn sonst kriegt er starken Husten.


Und es lässt sich nicht vermeiden, das Urmenschweibchen muss sich kleiden,

das in der Sonne, das scheint klar, ziemlich unbekleidet war.

Der Herbstwind zieht durch jedes Loch, in das man sich dereinst verkroch!”

Die Blätter fallen von den Bäumen. Der Urmensch tut das Laub nicht räumen

und lässt es liegen wo es will und im Wald da wird es still.

Im Wind tun nur die Äste knacken. Der Urmensch tut sein Brennholz packen

und muss es in die Höhle schleifen, um darauf zurück zu greifen,

damit das Feuer ständig glimmt. Der nächste Winter kommt bestimmt.


Der Urmensch lernt dabei das Schaffen und tut sein Holz zusammen raffen,

was er als das Raffholz kennt, wie man das heut wieder nennt.

Das Brennholz das muss allgemein nach Möglichkeit gut trocken sein.

Ist das Feuerholz zu nass, dann raucht es in der Höhle krass,

wenn er in der Grotte heizt, was zum Raucherhusten reizt.

Der Urmensch hat noch keinen Tisch, doch Räucherfleisch und Räucherfisch

tut er in dem Herbst vor Orten dank Rauch in seiner Heimstatt horten.

Er konnte noch nicht im Geschehen zu Horten, Aldi, Lidl gehen.


Im Herbst ist man danach bestrebt dass man den Winter überlebt

Sie hat sich einen Traum erfüllt und sich in den Pelz gehüllt,

den er, das ist hier der Schluss, nicht allzu teuer kaufen muss.

Mit Pelz ist sie, worin sie schreitet, auf den Winter vorbereitet.

Im Winter muss sie dazu neigen ihre Kurven nicht zu zeigen,

sonst gibt es Rheuma oder Gicht. Den Stoffwechsel vergisst man nicht

von nackter Haut zu Pelz und Felle, im Winter an der Feuerstelle.

Ist der Urmensch langsam schlau, bleibt er im Winter in dem Bau.

 

Ist man an Schnee und Frost gewöhnt, dann ist man mit dem Herbst versöhnt.”


H. Feisel


 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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