Lebensaufgabe.
Die Lebensaufgabe im Streben bestand darin zu überleben.
Der Urmensch dachte nur bis morgen, musste seine Frau versorgen,
Kinder in das Leben setzen und musste seine Beute hetzen.
Es war sein Weib ein halbes Leben, in dem fleißigen Bestreben,
beschäftigt mit dem Kindersegen und musste ständig Kinder pflegen.
Das Urweib nimmt sie auf den Schoß, dann wird die Sippe stark und groß
und der Feind hält sich zum Glück im nötigen Respekt zurück.
Es bleibt ihm wohl auch keine Wahl, angesichts der großen Zahl.
Viele können sozusagen im Verein viel besser jagen,
als der Urmensch ganz allein. Darum müssen Kinder sein,
je mehr je besser, in der Tat. Der Urmensch folgt darum dem Rat,
seinen Nachwuchs groß zu machen und das Weib muss sie bewachen,
muss sie säugen, muss sie futtern und jedes Jahr erneut bemuttern,
bis sie schließlich irgendwann, ganz am Ende, nicht mehr kann.
Der Urmensch braucht den Zeitvertreib und sucht sich ein neues Weib,
das er sich als Oberhaupt, irgendwo im Dschungel raubt.
Die Lebensaufgabe besteht darin dass es weiter geht,
denn irgendwie soll das Geschehen bis zum Menschen weiter gehen,
der sehr viel später auch noch lebt und komplizierter weiter strebt,
doch immer noch in dem Verlangen, zu seinem Weibchen zu gelangen.
Heute ist das Leben schwierig, das Oberhaupt noch immer gierig,
auf die große fette Beute, denn der Urmensch lebt noch heute.
Er jagte einst mit Pfeil und Bogen und hat die Kinder aufgezogen.
Doch heute jagt er raffiniert nach alledem wonach er giert.
Die Beutegier lässt ihn nicht los und seine Gier ist ziemlich groß
unersättlich viel zu greifen und in seinen Bau zu schleifen,
was auch immer oder wie. So gierig war der Mensch noch nie,
in seinem großen Beutewahn. Der alte Urmensch scheint human,
wusste noch nichts von Betrug, wenn er seine Beute schlug,
musste noch nicht ständig lügen, um profitabel zu betrügen.
Er wusste nichts in seiner Zeit und war darin nicht eingeweiht,
wie man ständig überrascht und den großen Vorteil hascht.
Die Lebensaufgabe scheint nun, wie kann er sich noch größer tun,
in alle dem was er begehrt, wenn er sein Material verehrt.
H. Feisel