Montag, 14. september 2009 1 14 /09 /2009 08:57

Nächtigen / Urmenschliches.

 

Es hat der Urmensch in der Nacht wahrscheinlich nicht sehr viel gemacht,

außer, vielleicht im Bestreben viele Kinder zu erleben,

das was diese Kinder zeugt. Das Urmenschweib geht tief gebeugt

und kann sich nur noch schlecht bewegen, nach dem enormen Kindersegen,

fast jedes Jahr und das erneut, weil man die Verhütung scheut.

Verhütung ist, in diesem Schema, natürlich längst noch nicht das Thema

und sobald es irgend reizt hat man nicht am Sex gegeizt.

Vorzugsweise in der Nacht hat der Sex den Spaß gebracht,

der nicht von langer Dauer scheint, wie das Urmenschweibchen meint,

angesichts vom wilden Mann, der sich schlecht beherrschen kann.

 

Den Alphamann, den prächtigen, begehrt das Weib beim nächtigen

damit es neue Kinder bringt, was immer wieder neu gelingt,

meist im nächtlichen Geschehen, denn dann kann man sie nicht sehen.

Vererblich ist beim nächtigen nichts vom allzu schmächtigen

mickerigen kleinen Mann, der das gern möchte, doch nicht kann.

Der Möchtegern steht etwas bange ganz hinten in der Warteschlange,

verdrängt von all der Hierarchie und guten Sex den hat er nie.

Der Alphamann, beim nächtigen, blickt zu den Verdächtigen,

die sich vielleicht in dunklen Ecken gern mit einem Weib verstecken

und seinen Nachwuchs unterwandern, denn mancher stammt vielleicht von Andern.

 

Jeder Sex wird schnell vollzogen. Die Illusion ist schnell verflogen,

dass der Sex noch, dann und wann, Höhepunkte bieten kann,

wenn der Boss, ganz ungeniert, wie immer schnellstens reagiert,

auf den angestammten Sex, im gewöhnlichen Reflex.

Am Lagerplatz, beim nächtigen, vermisst man den bedächtigen

hochintelligenten Mann, der im Sex mehr bieten kann,

als nur den bloßen gröbsten Akt. Der Urmenschchef ist zwar intakt,

in körperlicher Handlungsweise, doch denkt das Urmenschweibchen leise,

emotional noch sehr beklommen, ans männliche Entgegenkommen,

bezüglich ihrer Lust zu Lieben, in nicht kontrollierten Trieben.

 

Dem Alphamann, dem mächtigen, im Urmenschclan beim nächtigen,

darf beim Sex genau genommen keiner in die Quere kommen,

sonst fletscht der knurrend seine Zähne. Er schüttelt drohend seine Mähne

und treibt die Weiber eng zusammen. Der Nachwuchs der soll von ihm stammen,

soweit man das noch irgendwann halbwegs kontrollierten kann,

denn jeder Clanchef wird mal alt und weicht zuletzt dann der Gewalt,

durch die ein neuer Boss mal prompt zu seinem Führungsanspruch kommt.

Dazu wird es höchste Zeit. Es folgt bei der Gelegenheit

beim nächtigen dann das begatten. Der alte Clanchef steht im Schatten,

denn die Innzucht ist nicht gut und erfordert neues Blut.

H. Feisel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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