Sonntag, 1. november 2009 7 01 /11 /2009 13:09

Risiko.

 

Der Urmensch hat sehr viel verkraftet.

Im Risiko, das an ihm haftet,

hat er sich schon mal verletzt,

wenn er durch das Gelände hetzt.

Manchmal rennt er, wie im Wahn,

vorm Tiger mit dem Säbelzahn,

wie im Wettlauf um sein Leben

und er muss sein Bestes geben,

um dem Urvieh zu entkommen.

Er hat einen Baum erklommen,

den er vielleicht, irgendwann,

wieder bald verlassen kann,

wenn das Untier sich verzieht.

Solang der Urmensch aber flieht

und als urwüchsiger Mann,

der Chance halber, fliehen kann,

ist er, in dem Risiko,

in dem er immer wieder floh,

immerhin, in dem Bestreben,

zunächst weiterhin am leben.

 

Riskant ist all der Lebenswandel,

in dem ursprünglichen Handel,

solang der urmenschliche Mann

sehr sprunghaft reagieren kann

und sich mit einem Ursprung rettet.

Sind die Maßnahmen verkettet,

in der Kettenreaktion,

dann ahnt der Urmensch leider schon,

dass er, wenn er das nicht vergisst,

das schwächste Glied der Kette ist.

Das Risiko, das wird ihm klar,

ist ziemlich unberechenbar

und darum sucht er den Beweis,

im engeren Kollegenkreis,

dass die Gemeinschaft etwas nützt,

wenn er sich auf die Kumpels stützt.

In der Gemeinschaft ist er stärker.

Das Risiko ist noch viel ärger,

wenn er alleine spähen geht

und einsam in der Landschaft steht.

 

Das Risiko, bei wilden Tieren,

ist nur schwer zu kalkulieren,

weshalb er lieber drauf besteht,

dass er nicht ganz alleine geht,

angesichts von viel Gefahr.

Der Urmensch meint es sei wohl wahr,

dass Rückendeckung viel verhindert

und das Risiko vermindert.

Dann erkennt er irgendwie

die Überlebensstrategie,

denn er hat in sich entdeckt,

dass irgend etwas in ihm steckt,

mit dem ihm vielleicht mehr gelingt.

Die Idee, die manches bringt,

die macht ihn im Einfall gleich,

zu seinem Glück, erfindungsreich.

Nun kann der Urmensch viel erfinden

und Risiken mit unterbinden.

Das Risiko, in dem Gestalten,

kann er nun in Grenzen halten.

 

Das Risiko wird dadurch bloß

für die Natur dabei zu groß,

denn es bleibt danach nichts beim alten.

Es tut der Urmensch, im Verhalten,

das Risiko in den Recherchen,

wie er meint, mit List beherrschen.

Der Urmensch wird zum Risiko,

vor dem nunmehr ebenso

die ganze Fauna im Verdruss,

allmählich weiter weichen muss.

Im Ur Kult hat er einst begonnen,

die Kult Ur daraus gewonnen

und das Risiko vermindert,

was ihn aber nicht dran hindert,

der Natur nun sozusagen

das Risiko zu übertragen.

Diese war für ihn riskant.

Das hat er Risiko genannt.

Der Mensch ist letztlich nunmehr so

für die Natur ein Risiko.

H. Feisel

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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