Sonntag, 8. november 2009 7 08 /11 /2009 12:33

Säbelzahntiger.


Als sich der Urmensch noch gebückt

schleichend in den Wald verdrückt,

in noch sehr gekrümmter Haltung

und ohne technische Gestaltung,

ist er oft auf Erden hier

nur ein leichtes Beutetier,

das am Boden hüpft und springt

und dem die Flucht meist nicht gelingt.

Weil der Urmensch stark bedrängt

auch an seinem Leben hängt,

muss er sich aus freien Stücken,

wenn möglich, in ein Loch verdrücken.

Ist der Urmensch auf der Flucht,

zu einer Höhle in der Schlucht,

dann darf er nicht sehr lang verweilen,

dann muss er sich enorm beeilen,

während er ganz hektisch flieht.

Der Säbelzahntiger der sieht

und wittert ihn sehr gern als Beute

und greift sich einen aus der Meute,

wenn eine ganze Gruppe springt,

was einem dann nicht mehr gelingt.

Der Urmensch ist in dem Bereich

noch mehr den wilden Affen gleich.

 

Der Säbelzahntiger ist groß

und der Ururmensch ist bloß

als leichte Beute sehr begehrt,

solang er sich nicht kräftig wehrt.

Wehren kann er sich wohl nicht,

aus beängstigender Sicht,

völlig hilflos auf dem Land,

ohne Waffen in der Hand

und die Flucht fällt ihm oft schwer.

Wo nimmt er seine Chance her,

im alltäglichen Bestreben,

irgendwie zu überleben,

in der Wildnis an der Stätte,

wo er gern das Sagen hätte?

Der Ururmensch bleibt gern lebendig,

doch der Urtiger ist wendig

und kann große Sprünge machen.

Dem Urmenschen vergeht das Lachen,

wenn er denn schon lachen kann

und der stärkste Urmenschmann

bleibt drohend völlig wirkungslos.

Der Urtiger ist rigoros

auf die leichte Beute aus

und macht manchem den Garaus.

 

Wenn er den Ururmenschen greift

und mit sich in das Dickicht schleift,

dann kann derselbe nicht entrinnen

und keinerlei von Flucht beginnen.

In den ziemlich großen Fängen

tut er im Verderben hängen,

in seinem Elend und allein

und er muss die Beute sein,

die das schlimme Raubtier frisst,

bis es ganz gesättigt ist,

nebst vielleicht noch seinen Jungen.

Die kommen hungrig angesprungen,

in enormen Interessen,

um sich auch noch satt zu fressen.

Was vom Urmensch dann noch bleibt,

wie man es nur schlecht beschreibt,

sind allenfalls noch ein paar Knochen

und die werden noch berochen,

noch abgenagt und abgeleckt,

weil der Urmensch scheinbar schmeckt.

Der Urmensch flüchtet drum zeitlebens,

doch irgendwann einmal vergebens,

vor den ganz enormen Krallen,

die ihm sicher nicht gefallen.

 

Die langen Säbel in dem Rachen

tun ihm schwer zu schaffen machen,

aus denen er sich, wenn er schreit,

in keiner Weise noch befreit.

Als sich der Urmensch, irgendwann

sehr erfolgreich wehren kann,

verwegen und mit langer Mähne,

benutzt er von dem Tiger Zähne,

die er an Skeletten findet,

die er an lange Stöcke bindet

und die ziemlich scharfen Krallen,

die dann dem Tiger nicht gefallen.

H. Feisel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Urmensch
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