Säbelzahntiger.
Als sich der Urmensch noch gebückt
schleichend in den Wald verdrückt,
in noch sehr gekrümmter Haltung
und ohne technische Gestaltung,
ist er oft auf Erden hier
nur ein leichtes Beutetier,
das am Boden hüpft und springt
und dem die Flucht meist nicht gelingt.
Weil der Urmensch stark bedrängt
auch an seinem Leben hängt,
muss er sich aus freien Stücken,
wenn möglich, in ein Loch verdrücken.
Ist der Urmensch auf der Flucht,
zu einer Höhle in der Schlucht,
dann darf er nicht sehr lang verweilen,
dann muss er sich enorm beeilen,
während er ganz hektisch flieht.
Der Säbelzahntiger der sieht
und wittert ihn sehr gern als Beute
und greift sich einen aus der Meute,
wenn eine ganze Gruppe springt,
was einem dann nicht mehr gelingt.
Der Urmensch ist in dem Bereich
noch mehr den wilden Affen gleich.
Der Säbelzahntiger ist groß
und der Ururmensch ist bloß
als leichte Beute sehr begehrt,
solang er sich nicht kräftig wehrt.
Wehren kann er sich wohl nicht,
aus beängstigender Sicht,
völlig hilflos auf dem Land,
ohne Waffen in der Hand
und die Flucht fällt ihm oft schwer.
Wo nimmt er seine Chance her,
im alltäglichen Bestreben,
irgendwie zu überleben,
in der Wildnis an der Stätte,
wo er gern das Sagen hätte?
Der Ururmensch bleibt gern lebendig,
doch der Urtiger ist wendig
und kann große Sprünge machen.
Dem Urmenschen vergeht das Lachen,
wenn er denn schon lachen kann
und der stärkste Urmenschmann
bleibt drohend völlig wirkungslos.
Der Urtiger ist rigoros
auf die leichte Beute aus
und macht manchem den Garaus.
Wenn er den Ururmenschen greift
und mit sich in das Dickicht schleift,
dann kann derselbe nicht entrinnen
und keinerlei von Flucht beginnen.
In den ziemlich großen Fängen
tut er im Verderben hängen,
in seinem Elend und allein
und er muss die Beute sein,
die das schlimme Raubtier frisst,
bis es ganz gesättigt ist,
nebst vielleicht noch seinen Jungen.
Die kommen hungrig angesprungen,
in enormen Interessen,
um sich auch noch satt zu fressen.
Was vom Urmensch dann noch bleibt,
wie man es nur schlecht beschreibt,
sind allenfalls noch ein paar Knochen
und die werden noch berochen,
noch abgenagt und abgeleckt,
weil der Urmensch scheinbar schmeckt.
Der Urmensch flüchtet drum zeitlebens,
doch irgendwann einmal vergebens,
vor den ganz enormen Krallen,
die ihm sicher nicht gefallen.
Die langen Säbel in dem Rachen
tun ihm schwer zu schaffen machen,
aus denen er sich, wenn er schreit,
in keiner Weise noch befreit.
Als sich der Urmensch, irgendwann
sehr erfolgreich wehren kann,
verwegen und mit langer Mähne,
benutzt er von dem Tiger Zähne,
die er an Skeletten findet,
die er an lange Stöcke bindet
und die ziemlich scharfen Krallen,
die dann dem Tiger nicht gefallen.
H. Feisel