Mensch

Thursday, 9. february 2012 4 09 /02 /Feb. /2012 11:28

Urmensch-Mensch / Probe.

Es kommt der Urmensch zu der Probe. Er probiert die Garderobe,
oben etwas kahl und älter  und im Winter wird es kälter.
Im Sommer war er splitternackt und in der Wärme ganz intakt,
innerhalb von der Natur. in der Freikörperkultur.
Nun werden ihm, im kalten Reif, komplett die ganzen Glieder steif,
was bei weitem, das scheint klar, nicht immer wirklich machbar  war.
Der Urmensch kann sich nicht mehr drücken, muss mit dem Weib zusammen rücken.
Im Winter probt man gern, zu zweit, zur Probe die Gemeinsamkeit,
dieser Zweisamkeit zum Zwecke, schlüpfend unter eine Decke,
die etwas Wärme mit sich bringt. Wenn das Probieren gut gelingt,
dann gibt es, in der Sommerzeit, den kleinen Balg der feste schreit.

Wer bibbert muss vor Kälte leiden und es lässt sich kaum vermeiden,
dass der Urmensch, wo er hüpft, in die Garderobe schlüpft.
Der Urmensch geht, mitsamt der Frau, damit zu der Modeschau,
wo er, wie es sich so schickt, auf kostspielige Pelze blickt.
Kostspielig sind die Pelze immer, wenn, bei kläglichem Gewimmer,
 zwecks Verkostung ganz gezielt  die Beute ihre Rolle spielt.
Es kann  der Pelz im Winter wärmen. Die Gemahlin kommt ins Schwärmen,
angesichts der Modeschau und schleift Pelze in den Bau.
Anprobiert wird, erst zur Probe, die spezielle Garderobe,
die der Urmensch schätzen lernt. Den Inhalt hat er längst entfernt,
gebraten über einem Feuer. Der Pelz hält wärmer als das Feuer
und war bei weitem noch nicht rar, weil noch viel vorhanden war,
von den urweltlichen Fellen. Verdeckend die intimen Stellen,
lernt es der Urmensch sich zu schämen. Später muss er sich mehr grämen,
wenn sein Weib sich nackend zeigt, das im Sommer dazu neigt,
ihrem Mannsbild zu entfliehen, um  die Kerle anzuziehen.

Die Ehe wird, in vielen Stunden, probeweise erst erfunden,
zu dem Zwecke des Studierens und entsprechend des Probierens.
Es geht jedoch das Probieren immer über das Studieren,
denn das Studium liegt noch fern. Doch probieren kann man gern.
Der Urmensch hat's Gesicht gewahrt  und startet zu der Probefahrt,
fährt mitunter auch Ford Probe, in der schlichten Garderobe,
bei Jeans und T-Shirt oben rum und der Benzinpreis bringt ihn um,
voran getrieben mit viel Kraft, nach der langen Wanderschaft.
Bezwingen will er die Barriere, vor entsprechend der Karriere.
Darum spannt er den Karren ein, denn er will mobiler sein,
als vorher einstmals noch zu Fuß, entbietend den gewissen Gruß,
den probeweise, von entfernt, der Autofahrer schätzen lernt.

H. Feisel

 
 




von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Mensch
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Thursday, 9. february 2012 4 09 /02 /Feb. /2012 11:26

Urmensch-Mensch / Philosophie.

Der Schlauste in der Urzeitgruppe informiert die dumme Truppe,
die wenig oder gar nichts weiß, demonstrierend mit viel Fleiß,
wie man ein Weltbild machen kann, das in der Ur-Urzeit begann,
sich von selber aufzubauen. Im gewissen Gottvertrauen
spricht der Schamane von der Macht, die den Lebensraum bewacht,
zusammen mit den alten Ahnen, die zu Vernunft und Weisheit mahnen.
Den Ahnen muss man wohl vertrauen, die am ganzen Weltbild bauen.
Der Urmensch spricht, im Alltagstrott, von hohen Mächten oder Gott,
hinsichtlich der Defensive seiner schlichten Perspektive,
aus der er sich schon allzu oft, etwas mehr an Schutz erhofft.
Mehr Hilfe wär ihm angenehm, in nicht selten dem Extrem,
in dem er ziemlich hilflos scheint, wie er auch zu Recht oft meint.

Der Urmensch bittet, in dem Fimmel, seinen großen Freund im Himmel
um den Beistand im Geschehen, doch kann denselben wenig sehen.
Der Schamane ist ein Meister im Beschwören seiner Geister,
beschwörend immer auf das Neue  seine ganz immense Treue,
zu denen die sein Schicksal ahnen und mitunter vielleicht planen.
Der Schamane führt Beschwerde, denn die kleine Ziegenherde
wird, wie verflucht, nur immer kleiner und neu geboren wird nicht einer,
von den Böcken, die man schlachtet, weil der Bock die Pflicht nicht achtet,
in der er tätig werden soll. Der ist nicht sehr liebes toll
und legt sich auf die faule Haut, missachtend seine Ziegenbraut.
Zu den Geistern will er sprechen. Vorher muss er die bestechen,
doch nicht mit einer alten Hippe, die ist nur noch ein Gerippe,
sondern mit dem fetten Bock. Vorwärts treibend, mit dem Stock,
treibt er diesen, schnell im Nu, zum Opferplatz den Ahnen zu,
die sich eventuell belecken, wenn sie das fette Tier entdecken,
das ohnehin zu sonst nichts taugt, sonst wär es dürr und ausgelaugt,
durch den Umgang mit den Ziegen, die leider keine Lämmer kriegen.
Der alte Ziegenbock muss dort, am besten in der Weise fort.
Ein neuer frischer Bock muss her, doch das fällt mitunter schwer,
bis man einen Neuen fängt, der fleißig zu der Zeugung drängt.

 Das scheint tatsächlich gut gelungen. Zu den Ahnen vorgedrungen,
bittend dass es besser werde, wächst erneut die Ziegenherde,
sehr erfolgreich, in der Tat, entsprechend nach dem weisen Rat,
die der Schamane, dem's gebührt, somit mit den Geistern führt.
Darum dient auch der Schamane, lebenswichtig jedem Plane,
den er weise sich ersinnt, weshalb er viel Respekt gewinnt,
philosophierend in der Mitte, aller jener mit der Bitte,
dass er ständig, dann und wann, immer wieder helfen kann
und der Schamane profitiert, der nie mehr seinen Bauch verliert. H. Feisel

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Mensch
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Thursday, 9. february 2012 4 09 /02 /Feb. /2012 11:25

Urmensch-Mensch / Navigation.
Der Urmensch muss die Richtung suchen, zwischen Kiefern und den Buchen,
muss zwischen Tannen und den Linden, möglichst seine Richtung finden
und zwischen Fichten und den Eichen irgendwann sein Ziel erreichen,
Das Navi kommt ihm nicht entgegen, er muss sich ganz allein bewegen,
an der unbekannten Stätte, wo er gern den Führer hätte.
Er wandert einsam an viel Tagen und kann schlecht um Auskunft fragen,
sieht leider häufig, aus der Sicht, den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Die Bäume stehen allzu dicht. Den Ausblick hat er daher nicht,
auf den fernen Horizont. Er navigiert daher gekonnt
sich auf den Instinkt verlassend. Doch sein Gedächtnis scheint verblassend,
wodurch er sich nicht sicher scheint, wenn er den Weg zu finden meint.
Er sucht den Weg und weiß nicht wie und wo das weiß er vorher nie.
   Steckt der Urmensch fest im Schlamm, dann erweist sich das Programm
der Navigierung, in der Tat, nur als ein mehr falscher Rat.
Der Urmensch simuliert im Hirn, bei vielen Falten auf der Stirn,
wie er denn einmal, vielleicht, sein Ziel im tiefen Wald erreicht.
hoffentlich denkt er, schon bald. Später sucht im Schilderwald
der Mensch noch immer seinen Weg. Vor mancher Brücke, manchem Steg,
steht der Mensch, sich navigierend und an den Wegen simulierend.
Der Mensch ist nicht gut orientiert, wenn er niemals navigiert,
mit dem Navi sozusagen, sitzend im Peronenwagen,
oder auch im LKW, in dem raffinierten Dreh
Satelliten zu verwenden. Tut die Fahrt im Abseits enden,
dann ist technisch was defekt, das im Detail verborgen steckt.

Er sucht den einen Weg, den wahren und steckt, ziemlich festgefahren
verärgert in dem Engpass fest. Die Sackgasse hat ihn gestresst
und der Feldweg wo er steht und nicht weiß wies weitergeht.
Das Navi sagt er muss nun wenden und den falschen Weg beenden,
obwohl er in dem Engpass steht, wo das Wenden nicht mehr geht.
Das Navi navigiert kein Stück, weder vorwärts noch zurück.
Es fühlt der Mensch sich wie die Memme und wie der Urmensch in der Klemme,
der nicht weiß, die Sicht ist trist, was vorne und was hinten ist.
Wenn Kraniche nach Süden ziehen, weil sie vor dem Winter fliehen,
dann weiß der Urmensch, an viel Plätzen  den Süden richtig einzuschätzen,
ohne alle Wanderkarten. Doch solang kann er nicht warten,
wo er in der Wildnis kauert, weil das viel zu lange dauert.
Wie kommt er aus dem Wald heraus und geradewegs nach Haus,
nach der kurvenreichen Strecke, um diese oder jene Ecke.
Nachvollziehbar aus der Sicht ist der lange Rückweg nicht.
Der Zufall hat ihn navigiert, als er wieder los marschiert
und zufällig den Weg beschreitet als sei er darauf vorbereitet
und irgendwann kommt er nach Hause, nach einer doch sehr langen Pause.
H. Feisel

 
 

 

von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Mensch
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Thursday, 9. february 2012 4 09 /02 /Feb. /2012 11:24

Urmensch-Mensch (Nächstenliebe).

Manchmal setzt es derbe Hiebe,  bei entsprechend Nächstenliebe,
denn der Urmensch, nah und fern,  hat Nächste oft zum Fressen gern.
Der grobe Urmensch hat indessen  seine Beute aufgefressen
und es bleiben nur noch Knochen.  Er liebt die Nächsten ausgesprochen
solange die ihm nützlich sind.  Ansonsten hasst er die geschwind,
wenn sie ihm, im allgemeinen,  als Hindernis im Wege scheinen.
Ist der Urmensch Kannibale  erweist es sich mit einem male,
dass er gierig Menschen jagt  und nicht viel nach Ethik fragt.
Das hält er so, von mal zu mal,  und er weiß nichts von Moral
und von göttlichen Gesetzen  und wo er wütet fliegen Fetzen.

Die gierig von viel Menschen zehren  zeigen wohl, in dem Begehren,
dass sie, einmal angenommen,  aus den Kannibalen kommen,
in der urtümlichen Zeit,  der grausamen Vergangenheit.
Kannibalismussetzt sich dort,  weiter auf der Erde fort,
wo Menschen mit dem großen Rachen,  gierig weiter Beute machen,
ohne Rücksicht und Vernunft,  in der kapitalen Zunft
und ohne Rücksicht auf den Frust,  im nicht seltenen Verlust
derer die nun sozusagen  ihr ganzes Hab und Gut beklagen.
Die Kopfjäger sind noch aktiv  und in der Handlung, im Motiv,
rücksichtslos auf Beute aus  und mancher endet im Garaus.

Die Nächstenliebe gibt sich nett,  aber meistens nur im Bett,
angeregt durch die Gelüste.  Wenn der Urmensch besser wüsste
was der Sinn bedeuten kann,  dann wäre er wohl irgendwann
vielleicht an dem Punkt angelangt,  wo er nicht um sich selber bangt.
Es folgt der Urmensch, in dem Triebe,  aber nur, in Nächstenliebe,
dem was gierig, aus der Sicht,  der sexuellen Sucht entspricht.
Es hat der Urmensch nicht entfernt  den nötigen Respekt gelernt
vor dem Nächsten in der Tat,  den er häufig vor sich hat
und der, eigentlich vielleicht,  ihm selber dabei ziemlich gleicht.
Der Urmensch tut den Nächsten achten,  um ihn einmal abzuschlachten.

Die Respektierung der Person  endet aber zeitig schon,
wenn der Urmensch das erkennt,  was er seine Beute nennt.
Ist der Urmensch denn inmitten  all der Menschen fortgeschritten
die von Nächstenliebe reden  und beileibe längst nicht jeden
als den nächsten Menschen leiden?  Es lässt sich scheinbar nicht vermeiden
dass im Schein genau genommen,  die mitunter ziemlich Frommen
viel von Nächstenliebe sprechen  und dem gern den Willen brechen.
Der Mensch begehrt jedoch im Stillen  immer wieder seinen Willen,
denn sonst wär er willenlos  und recht häufig rigoros
für Nächstenliebe, währenddessen,  ein nur ziemlich leichtes Fressen.
H. Feisel 





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Thursday, 9. february 2012 4 09 /02 /Feb. /2012 11:22

Urmensch-Mensch / Möglichkeiten.
Urmenschliche Möglichkeiten muss der Urmensch,schon beizeiten
tief in seinem Kopf ersinnen, sonst kann er leider nichts gewinnen,
zu dem Zweck des Überlebens. Dann bleibt die Existenz vergebens,
wenn er auf der Strecke bleibt, die ihn zur Verzweiflung treibt,
in der täglichen Verkettung mit der viel erwünschten Rettung
vor den drohenden Gefahren. Er muss den kühlen Kopf bewahren,
sonst ist es sehr schnell mit ihm aus und er kommt nicht mehr nach Haus.
Der kühle Kopf ist sehr wohl wichtig, denn sonst denkt er nicht mehr richtig
und wer nicht klar denken kann, sofern er denn damit begann,
bringt sich durch Dummheit in viel Not und irgendwann dann ist er tot
und  schon früh, in jungen Jahren, von dem Schicksal überfahren.

Der Sinn der Sache ist wohl eben jedoch ein möglichst langes Leben,
damit er schließlich, in der Tat, ein bisschen was vom Leben hat.
Doch hundert Jahre lebt im Raum der Urmensch trotz der Vorsicht kaum.
Vorsicht üben muss er immer. Wer das nicht macht hat keinen Schimmer
und ist zum Überleben drum, hin und wieder viel zu dumm,
weshalb die Dümmsten viel versterben, denn sie laufen ins Verderben.
Der Medizinmann ist ein Schlauer und lebt länger auf die Dauer,
als jene die er heilen soll.  Der Krieger nimmt den Mund zu voll,
im Palaver und Gezeter, im Gegensatz zum Leisetreter,
der sich still vom Kampfplatz schleicht und insofern mehr erreicht,
als alle die sich, sozusagen mit Keulen auf die Schädel schlagen.

Die Möglichkeiten einzuschätzen, bei Gefahr, an vielen Plätzen,
erfordert immer irgendwie, ein Quäntchen mehr an Phantasie,
damit man die Gefahr umgeht, wo dieselbe je besteht.
Der Häuptling hat sich ausgemalt  dass mancher mit dem Leben zahlt,
in seinem Bild das er sich macht, hat es schnell zu was gebracht
und bezeichnet sich als wichtig. Von daher ist es immer richtig,
dass er geschützt und gut behütet an den Möglichkeiten brütet,
in der gewissen Strategie und das hilft ihm irgendwie,
wie auch immer oder wo, zum Überleben sowieso.

Die Möglichkeit sehr früh zu sterben bringt so manchem das Verderben,
weshalb nur solche länger leben, die nach Möglichkeiten streben,
wie sie sich am Leben halten. Schlauer sind daher die Alten,
die mehr Jahre überstehen und die Möglichkeiten sehen,
mittels manchem schlauen Trick. Wer stirbt vergeht im Missgeschick
und wird darum nicht gescheit. Besteht vielleicht die Möglichkeit
dass sich der Urmensch, bis zuletzt, aller Dummheit widersetzt
und sich hoch entwickeln kann, nachdem er ziemlich tief begann?
Der Hochstapler ist angesagt, der gern alle überragt,
seine Möglichkeiten mehrend  und in Fresssucht viel verzehrend.   H.Feisel  


von Heinrich Feisel - veröffentlicht in: Mensch
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  • Da es für einen unbekannten Möchte-Gern-Autor, ohne finanzielle Risiken, unmöglich ist im Buchmarkt einzusteigen, im Gegensatz zur leicht zu vermarktenden Prominenz, versuche ich mein Bestes auf diesen Wegen zu geben, uneigennützig gewisser weise

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